Geldregen: Bank überweist aus Versehen 154 Mio. an tausende Konten

Ein Weihnachtswunder, das sich dann doch als Irrtum heraus­stellt: Auf tausenden Konten waren am 25. Dezember un­ver­hofft hohe Überweisungen der Santander-Bank ein­ge­gan­gen. Der Grund: Wegen eines Systemfehlers waren 154 Mio. Euro falsch ausgezahlt worden.

Der Geldregen zu Weihnachten war ein Systemfehler der Bank

Da schaut man am ersten Weihnachtsfeiertag auf sein Konto und wird von einem unverhofften Geldregen überrascht: So könnte es tausenden Kunden bei verschiedenen Banken in UK ergangen sein, die von der Santander-Bank Überweisungen erhalten hatten. Wie The Times berichtet, hatte das Geldinstitut vor wenigen Tagen "versehentlich" rund 75.000 Transaktionen ausgelöst und dabei 130 Millionen Pfund, umgerechnet rund 154 Millionen Euro, falsch überwiesen.

Eine genaue Untersuchung des Vorfalls konnte dann schnell zeigen, dass Zahlungen von rund 2000 Geschäftskonten in Großbritannien schlicht doppelt ausgeführt worden waren - darunter auch viele Lohn- und Lieferrantenzahlungen. Bisher teilt die Bank zur Fehleranalyse lediglich mit, dass "Probleme in der Zeitplanung" für die Fehlüberweisungen verantwortlichen waren und man diese nach einer eingehenden Prüfung beheben konnte.

"Es tut uns leid, dass aufgrund eines technischen Problems einige Zahlungen unserer Firmenkunden fälschlicherweise doppelt auf den Konten der Empfänger verbucht wurden", so ein Sprecher von Santander gegenüber The Times. Jetzt gelte es in Zusammenarbeit mit den Empfängerbanken und Pay UK, dem wichtigsten Zahlungssystem im Vereinigten Königreich, die doppelten Transaktionen rückabzuwickeln.

Kopfschmerzen für Lohnbuchhalter

Während sich die Santander Bank auf den aufwendigen Prozess der Geldrückführung konzentriert, sorgt der Fehler auch bei dem ein oder anderen betroffenen Unternehmen für große Kopfschmerzen. "Das hat meine Urlaubstage ruiniert, weil ich dachte, ich hätte irrtümlich Hunderttausende ausgezahlt - ich dachte, ich hätte etwas falsch gemacht", so ein Lohnbuchhalter gegenüber CNBC.
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