Pentagon fordert, dass alle Länder Anti-Satelliten-Waffentests stoppen
In letzter Zeit haben auf der Internationalen Raumstation immer wieder die Alarmglocken geschrillt, die Crew musste sich in Sicherheit bringen, da man von Weltraumschrott bedroht war. Dieser stammt oftmals von Satelliten-Trümmern, die nach Waffentests entstanden sind.
Sogenannte Anti-Satelliten-Tests (ASAT) sind nicht neu, in letzter Zeit kam es aber dennoch zu einem neuen Wettrüsten im Weltraum. Das hat gravierende Folgen für die zivile Raumfahrt: So mussten sich die Besatzungsmitglieder der ISS zuletzt immer wieder in Sicherheit in der angedockten Kapsel bringen, damit sie die Raumstation im Fall des Falles schnell verlassen können.
Das US-amerikanische Verteidigungsministerium hat nun alle Länder aufgerufen, auf ASATs zu verzichten: Im Zuge einer Sitzung des National Space Council (NSpC) rief man die weltraumfahrenden Nationen auf, keine (eigenen) Satelliten mehr zu Versuchszwecken zu beschießen (via Space Explored). Infografik: Gefährlicher Schrott im All
Dazu sagte Deputy Secretary of Defense Kathleen Hicks: "Wir würden es begrüßen, wenn sich alle Nationen darauf verständigen würden, auf Anti-Satellitenwaffentests zu verzichten, die Trümmer erzeugen. Eine solche vorsätzliche Missachtung von Sicherheit und Nachhaltigkeit im Weltraum ist zu verurteilen und unterstreicht die Dringlichkeit, sich für die Entwicklung gemeinsamer Normen und einer langfristigen Nachhaltigkeit des Weltraums einzusetzen."
Russland ist eine von vier Nationen, die bereits solche Tests durchgeführt haben, außerdem haben China, Indien und auch die Vereinigten Staaten in Vergangenheit ASAT-Raketen getestet. Diese sind aber im Fall der US-Militärs schon eine Weile her, 2008 waren es russische Behörden, die deshalb mit dem Finger auf die USA gezeigt haben.
Siehe auch:
Das US-amerikanische Verteidigungsministerium hat nun alle Länder aufgerufen, auf ASATs zu verzichten: Im Zuge einer Sitzung des National Space Council (NSpC) rief man die weltraumfahrenden Nationen auf, keine (eigenen) Satelliten mehr zu Versuchszwecken zu beschießen (via Space Explored). Infografik: Gefährlicher Schrott im All
Dazu sagte Deputy Secretary of Defense Kathleen Hicks: "Wir würden es begrüßen, wenn sich alle Nationen darauf verständigen würden, auf Anti-Satellitenwaffentests zu verzichten, die Trümmer erzeugen. Eine solche vorsätzliche Missachtung von Sicherheit und Nachhaltigkeit im Weltraum ist zu verurteilen und unterstreicht die Dringlichkeit, sich für die Entwicklung gemeinsamer Normen und einer langfristigen Nachhaltigkeit des Weltraums einzusetzen."
Vier Länder im Fokus
Dieser Aufruf ist auch eine Reaktion auf einen russischen Test von Mitte November: Dabei sprengten russische Militärs einen ausgemusterten Spionagesatelliten, die Trümmer kamen danach der Internationalen Raumstation gefährlich nahe.Russland ist eine von vier Nationen, die bereits solche Tests durchgeführt haben, außerdem haben China, Indien und auch die Vereinigten Staaten in Vergangenheit ASAT-Raketen getestet. Diese sind aber im Fall der US-Militärs schon eine Weile her, 2008 waren es russische Behörden, die deshalb mit dem Finger auf die USA gezeigt haben.
Siehe auch:
- Start des James Webb-Weltraumteleskops wegen "Vorfalls" verschoben
- Weltraumschrott soll zukünftig zu Treibstoff für Satelliten werden
- Russischer Waffentest im Weltraum löste Kollisionsalarm auf ISS aus
- Gefährlicher Weltraumschrott: ISS muss Ausweichmanöver durchführen
- SpaceX: Stell dir vor, du machst Weltraumtourismus - und keiner will mit
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