Gefährlicher Weltraumschrott:
ISS muss Ausweichmanöver durchführen
Die Internationale Raumstation (ISS) ist das größte künstliche Objekt im Orbit der Erde und ist damit ein "dankbares" Ziel für Weltraumschrott. Doch das bedeutet nicht, dass es hilflos ausgeliefert ist. Demnächst muss die ISS wieder einmal ein Ausweichmanöver durchführen.
Die ISS befindet sich im Orbit der Erde, doch das bedeutet nicht, dass sie dort unbeweglich ist. Die International Space Station muss immer wieder ihren Kurs korrigieren, ein "beliebter" Grund ist, dass sie den Objekten ausweichen muss, die sich auf Kollisionskurs befinden.
Nun wurde ein solches Objekt identifiziert und das ist auch der Grund, warum die russische Weltraumagentur Roscosmos gestern ein Ausweichmanöver angekündigt hat. Genauer gesagt muss man aus der Bahn eines zerstörten chinesischen Wettersatelliten gehen. Laut Berechnungen von Roscosmos wären dessen Trümmer rund 600 Meter an die Internationale Raumstation herangekommen. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Die orbitale Korrektur haben russische Spezialisten berechnet, allerdings wird nicht die ISS selbst die dazugehörige Zündung vornehmen. Stattdessen wird das Progress-Cargo-Raumschiff, das derzeit an der Raumstation angedockt ist, morgen seine Triebwerke zünden, und zwar für genau 361 Sekunden, also etwas mehr als sechs Minuten.
Es ist nicht das erste Manöver dieser Art: Im Vorjahr musste man einem unbekannten Objekt ausweichen, im Mai 2021 wurde die ISS sogar von einem (kleinen) Teil getroffen. Man hatte aber Glück im Unglück, denn betroffen war nur ein Roboterarm der Station.
Nun wurde ein solches Objekt identifiziert und das ist auch der Grund, warum die russische Weltraumagentur Roscosmos gestern ein Ausweichmanöver angekündigt hat. Genauer gesagt muss man aus der Bahn eines zerstörten chinesischen Wettersatelliten gehen. Laut Berechnungen von Roscosmos wären dessen Trümmer rund 600 Meter an die Internationale Raumstation herangekommen. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Die orbitale Korrektur haben russische Spezialisten berechnet, allerdings wird nicht die ISS selbst die dazugehörige Zündung vornehmen. Stattdessen wird das Progress-Cargo-Raumschiff, das derzeit an der Raumstation angedockt ist, morgen seine Triebwerke zünden, und zwar für genau 361 Sekunden, also etwas mehr als sechs Minuten.
4000 erfassbare Teile
Bei den Trümmern handelt es sich um den ehemaligen Wettersatelliten Fengyun-1C. Diesen hat China im Jahr 2007 absichtlich zerstört, dabei wurde ein militärisches Anti-Satelliten-System getestet. Wie Cnet berichtet, ist das Objekt in rund 4000 einzelne Teile zerbrochen. Gemeint sind damit erfassbare Trümmer, die Anzahl noch kleinerer Teile ist noch höher.Es ist nicht das erste Manöver dieser Art: Im Vorjahr musste man einem unbekannten Objekt ausweichen, im Mai 2021 wurde die ISS sogar von einem (kleinen) Teil getroffen. Man hatte aber Glück im Unglück, denn betroffen war nur ein Roboterarm der Station.
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