Russischer Waffentest im Weltraum löste Kollisionsalarm auf ISS aus
Am Montag hat es einen Beinahe-Zwischenfall im Weltraum gegeben. Denn die Besatzungsmitglieder, die sich derzeit an Bord der Internationalen Raumstation befinden, mussten sich ins angedockte Raumschiff zurückziehen, um im Notfall schnell die Flucht antreten zu können.
Grund war der Test eines weltraumgestützten Waffensystems. Russland soll einen Satelliten mit einer so genannten DA-ASAT-Rakete beschossen haben. Dieser soll ein aus rund 1500 erfassbaren Trümmerteilen bestehendes Feld kreiert haben, dazu kommen hunderttausende kleinere Bruchstücke, die nicht getrackt werden können. Diese Objekte hatten offenbar auch Bedrohungspotenzial für die International Space Station (ISS).
Wie CNN berichtet, nannte das US Space Command den Test des Waffensystems eine "rücksichtslose und gefährliche Handlung" und ließ Russland ausrichten, dass man Verhalten, das internationale Interessen in Gefahr bringt, "nicht tolerieren" werde. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Auch bei der NASA war man mehr als sauer: Bill Nelson, Chef der zivilen US-Weltraumbehörde, sagte, dass er "empört über diese unverantwortliche und destabilisierende Aktion" sei: "Mit seiner langen und traditionsreichen Geschichte in der bemannten Raumfahrt ist es undenkbar, dass Russland nicht nur die amerikanischen und internationalen Partner-Astronauten auf der ISS, sondern auch seine eigenen Kosmonauten gefährden würde. Ihr Vorgehen ist rücksichtslos und gefährlich und bedroht auch die chinesische Raumstation."
Auch die Europäische Weltraumagentur ESA und die NATO haben den russischen Waffentest scharf verurteilt. Russland selbst spielte den Vorfall via Twitter herunter: "Die Umlaufbahn des Objekts, das die Besatzung heute gezwungen hat, sich gemäß den Standardverfahren in das Raumschiff zu begeben, hat sich von der ISS-Umlaufbahn entfernt. Die Station befindet sich in der grünen Zone."
Wie CNN berichtet, nannte das US Space Command den Test des Waffensystems eine "rücksichtslose und gefährliche Handlung" und ließ Russland ausrichten, dass man Verhalten, das internationale Interessen in Gefahr bringt, "nicht tolerieren" werde. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Vorsätzliche Missachtung
"Russland hat bewiesen, dass es die Sicherheit, den Schutz, die Stabilität und die langfristige Nachhaltigkeit des Weltraums für alle Nationen vorsätzlich missachtet", sagte General James Dickinson, Commander des US Space Command. Das Trümmerfeld werde noch auf Jahre hinaus Satelliten und Weltraumissionen bedrohen, so Dickinson.Auch bei der NASA war man mehr als sauer: Bill Nelson, Chef der zivilen US-Weltraumbehörde, sagte, dass er "empört über diese unverantwortliche und destabilisierende Aktion" sei: "Mit seiner langen und traditionsreichen Geschichte in der bemannten Raumfahrt ist es undenkbar, dass Russland nicht nur die amerikanischen und internationalen Partner-Astronauten auf der ISS, sondern auch seine eigenen Kosmonauten gefährden würde. Ihr Vorgehen ist rücksichtslos und gefährlich und bedroht auch die chinesische Raumstation."
Auch die Europäische Weltraumagentur ESA und die NATO haben den russischen Waffentest scharf verurteilt. Russland selbst spielte den Vorfall via Twitter herunter: "Die Umlaufbahn des Objekts, das die Besatzung heute gezwungen hat, sich gemäß den Standardverfahren in das Raumschiff zu begeben, hat sich von der ISS-Umlaufbahn entfernt. Die Station befindet sich in der grünen Zone."
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