Intel-Chef: Meine Vorgänger sind schuld an der aktuellen Misere!
Für die Probleme in der Produktion, die den Halbleiter-Konzern Intel nun schon seit geraumer Zeit plagen, will der derzeitige Konzernchef Pat Gelsinger keinesfalls verantwortlich sein - dieser schiebt den Schwarzen Peter seinen Vorgängern zu.
Wie Gelsinger gegenüber dem US-Magazin Axios ausführte, hätten die Konzernchefs vor ihm schlicht aus den Augen verloren, was das Unternehmen eigentlich ausmacht. Lange habe es demnach einen geradezu manischen Fokus auf die eigenen Produktionsmöglichkeiten gegeben. Aufgrund dessen konnte Intel sehr stark werden und den Chipmarkt in der bekannten Weise dominieren.
Diesen Pfand hätten seine Vorgänger dann aber aus der Hand gegeben - was aus Gelsingers Sicht auch nicht unbedingt eine Sache persönlicher Unfähigkeit gewesen sei. Vielmehr hat es damit zu tun, dass in den letzten Jahren vor allem gelernte Manager an der Spitze standen. Und als es im Kerngeschäft kaum noch Wachstumsmöglichkeiten gab, stürzten diese sich auf potenzielle neue Märkte, wodurch die eigene Fertigung aus dem Fokus geriet. Sie taten dabei aber eben das, was man auf Wirtschaftsschulen lernt - während ein Ingenieur - wie er selbst - anders handeln würde.
Wenn Kunden dann sagen, dass sie am Montag eine Million Chips einer bestimmten Sorte benötigen würden, soll die Bestellung am Sonntagabend bei ihnen sein, erklärte Gelsinger. So wie es einst einmal war. "Und unsere Konkurrenten werden uns dafür fürchten, dass wir stets einhalten, was wir zusagen", so der aktuelle Intel-Chef, der seine Karriere im Alter von 18 Jahren bei dem Konzern begann.
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Diesen Pfand hätten seine Vorgänger dann aber aus der Hand gegeben - was aus Gelsingers Sicht auch nicht unbedingt eine Sache persönlicher Unfähigkeit gewesen sei. Vielmehr hat es damit zu tun, dass in den letzten Jahren vor allem gelernte Manager an der Spitze standen. Und als es im Kerngeschäft kaum noch Wachstumsmöglichkeiten gab, stürzten diese sich auf potenzielle neue Märkte, wodurch die eigene Fertigung aus dem Fokus geriet. Sie taten dabei aber eben das, was man auf Wirtschaftsschulen lernt - während ein Ingenieur - wie er selbst - anders handeln würde.
Alte Verlässlichkeit
Gelsinger definierte sein Ziel dahingehend, dass er wieder zu den Quellen des Erfolgs Intels zurückkehren wolle. Dafür müssen nun zwar die derzeitigen Probleme überwunden werden, dann aber wolle er den kräftigen Ausbau der eigenen Fertigungskapazitäten wieder angehen und somit das Vertrauen, das einst in Intel gelegt wurde, zurückerlangen.Wenn Kunden dann sagen, dass sie am Montag eine Million Chips einer bestimmten Sorte benötigen würden, soll die Bestellung am Sonntagabend bei ihnen sein, erklärte Gelsinger. So wie es einst einmal war. "Und unsere Konkurrenten werden uns dafür fürchten, dass wir stets einhalten, was wir zusagen", so der aktuelle Intel-Chef, der seine Karriere im Alter von 18 Jahren bei dem Konzern begann.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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