'Scroll Lock'-Fix: DRM-Bug lässt Spiele auf neuen Intel-CPUs abstürzen

Intel hat gerade mit der Einführung der Core-Prozessoren der 12. Generation aus der "Alder Lake"-Familie begonnen. Diese kombinieren erstmals "große" und "kleine" x86-Kerne in Desktop-CPUs. Für Spielefans kann dieser neue Ansatz DRM-Probleme mit sich bringen.
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Wie aus einem von Intel veröffentlichten Support-Dokument hervorgeht, kann es bei manchen Spielen zu einem Absturz durch deren Digital Rights Management (DRM) kommen, wenn man einen der neuen Intel "Alder Lake"-SoCs verwendet. Hintergrund ist ein Fehler in den Digitalen Kopierschutzsystemen, der dafür sorgt, dass diese einen der beiden CPU-Cluster in den neuen Intel-Chips für einen anderen Rechner halten.

Efficiency-Cores werden als anderer Rechner erkannt

Die neuen Intel-Prozessoren setzen erstmals bei x86-Chips auf ein von ARM-Chips schon länger bekanntes Konzept, bei dem zwei Core-Cluster aus stromsparenden und leistungsstarken Rechenkernen in einem Chip kombiniert werden. Sie sollen dadurch energieeffizienter aber auch leistungsstark sein. Die Anbieter von DRM-Lösungen für Spiele sind auf dieses Konzept aber anscheinend nicht ausreichend vorbereitet.

Ihre Software erkennt laut Intel unter Umständen die in den Core-Prozessoren der 12. Generation verwendeten sogenannten E-Cores, also die energiesparenden Goldmont-Kerne, als "anderes System". Als Reaktion darauf lassen die DRM-Lösungen die Spiele eventuell abstürzen und somit unbenutzbar werden. Intel bietet deshalb einen etwas kuriosen Workaround an, bis die DRM- und Spieleanbieter ihre Produkte mit einem Fix gegen die Abstürze auf "Alder Lake"-Chips aktualisiert haben.

Scroll Lock-Aktivierung soll Absturz verhindern?!

Intel empfiehlt, dass die Nutzer im BIOS ihres neuen "Alder Lake"-Systems den sogenannten "Legacy Game Compatibility Mode" aktivieren. Ist dies erfolgt, sollen die Nutzer ihr System ganz normal hochfahren. Will man dann allerdings ein Spiel nutzen, muss man zunächst die "Scroll Lock"-Taste auf dem Keyboard drücken und aktiviert lassen. Nach dem Ende der Spielsession kann die Rollen-Taste dann wieder deaktiviert werden.

Intel zufolge arbeitet man derzeit mit dem DRM-Publisher zusammen, um die Probleme mit den Spielen in Verbindung mit dem Digitalen Kopierschutz und den neuen "Alder Lake"-CPUs in den Griff zu bekommen. Mitte November sollen dann die entsprechenden Patches veröffentlicht werden, wobei dann die Spielehersteller zuständig sind. Intel bietet auf seinen Support-Seiten auch eine Liste der von den Problemen betroffenen Spiele an.
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