Integral: Wie die ESA binnen Stunden einen alten Satelliten rettete

Eine der ältesten aktiven Forschungs-Sonden der europäischen Raumfahrtagentur ESA konnte durch beherztes und kreatives Eingreifen gerettet werden. Fast wäre dem System namens Integral aufgrund einer ausgefallenen Lageregelung die Energie ausgegangen. Satelliten und Sonden sind eigentlich stets Prototypen, eine Serienfertigung gibt es nur in sehr wenigen Ausnahmefällen. Wenn es zu Problemen kommt, gibt es entsprechend auch keine Standard-Lösungen aus dem hinteren Teil des Handbuchs. Stattdessen ist viel Kreativität gefragt - wie Filmfreunde bereits in der Kino-Umsetzung der Apollo-13-Havarie erleben konnten. Etwas weniger spektakulär, aber nicht weniger beeindruckend schafften die ESA-Ingenieure die Rettung Integrals.

Der Satellit startete bereits vor ziemlich genau 19 Jahren ins All. Der Name steht für International Gamma-Ray Astrophysics Laboratory, mit dem Gammastrahlungs-Ereignisse im Universum beobachtet werden, wie sie von Schwarzen Löchern oder vermutlich Explosionen großer Sterne verursacht werden. Dafür ist man durchaus auf längere Beobachtungszeiten angewiesen, da man nie genau weiß, wann und wo diese Phänomene auftauchen. ESA: Die Rettung Integrals Das aktuelle Problem Integrals entstand, als eines der drei Räder der Lageregelung aufhörte sich zu bewegen. Dadurch begann der Satellit sich zu drehen und die Solarzellen waren nicht mehr durchgehend der Sonne zugewandt. Im Kontrollzentrum musste man nun sehr schnell reagieren, da drei Stunden später die Bord-Batterien leer gelaufen wären und das ganze System dann wohl seine Mission beendet hätte.

Mission geht weiter

Die Ingenieure schafften es in einem ersten Schritt, alle nicht-essentiellen Instrumente und Anlagen abzuschalten, wodurch man sich vier zusätzliche Stunden Akkulaufzeit verschaffte. In dieser Zeit gelang es dann, das Reaktionsrad wieder in Rotation zu versetzen - wahrscheinlich hatte hier ein Partikel aus irgendeiner Strahlungsquelle die Elektronik getroffen und die Störung ausgelöst. Als die Lagestabilisierung wieder funktionierte, ließen sich die Solarzellen wieder in Richtung Sonne drehen und mit der so getankten Energie nahm Integral seine Arbeit wieder auf.

Der Vorfall zeigt dabei, dass die pausenlose Überwachung bei laufenden Missionen auch nach vielen Jahren noch unbedingt nötig ist. Würden sich hier nur noch ESA-Mitarbeiter während einer normalen Tagesschicht um einen Satelliten kümmern, wäre das Problem vielleicht erst entdeckt worden, wenn die Batterien komplett leer gewesen wären.

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