Nach Facebook-Ausfall: Datenschützer fordert mehr Regulierung
Nachdem es in den vergangenen Tagen zu längeren Ausfällen bei Facebook, WhatsApp und Instagram kam, fordert der Hamburger Datenschützer Ulrich Kühn nun, das Unternehmen mehr zu regulieren. Der Ausfall hatte dabei gezeigt, wie stark verzahnt die Dienste sind.
Eben diese Verzahnung ist Datenschützern weltweit ein Dorn im Auge - vor allem, weil sie für den Nutzer kaum zu durchschauen ist. Nun fordert Ulrich Kühn, als Datenschutzbeauftragter von Hamburg für Facebook in Deutschland zuständig, bei dem US-Konzern mit einer klareren und stärkeren Regulierung einzugreifen. In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen unterstrich der Datenschützer, dass der Ausfall auch gezeigt habe, wie abhängig die einzelnen Dienste des Konzerns von den Servern in den USA sind. Denn der weltweite Ausfall vor einigen Tagen ging von einem Problem bei der Netzwerkadministration aus. Dass alle großen Dienste des Konzerns gleichermaßen betroffen waren, zeigt wie groß die Verzahnung mittlerweile ist.
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Es gäbe dabei auch einige konkrete Ansätze, die Marktmacht zu brechen: "Eine der diskutierten Varianten ist eine Zerschlagung beziehungsweise Abtrennung einzelner Dienste", erläuterte Kuhn gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Notwendig sieht der Datenschützer dafür aber erst einmal die EU in der Pflicht, gemeinsam eine konsequente Durchsetzung der datenschutzrechtlichen Anforderungen zu starten. Bisher fehlt es da an der Zusammenarbeit beziehungsweise fehlt ein gemeinsamer Konsens.
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Intransparente Geschäftspraktiken, wachsende Kritik
Dass Deutschland mit den Forderungen gegen Facebook dabei nicht allein ist, machte Kühn deutlich: "Die Bestrebungen, den Facebook-Konzern stärker zu regulieren, werden vermutlich zunehmen. In den USA steht Facebook aktuell unter erheblichem politischem Druck wegen seiner intransparenten Geschäftspraktiken", so Kühn.Es gäbe dabei auch einige konkrete Ansätze, die Marktmacht zu brechen: "Eine der diskutierten Varianten ist eine Zerschlagung beziehungsweise Abtrennung einzelner Dienste", erläuterte Kuhn gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Notwendig sieht der Datenschützer dafür aber erst einmal die EU in der Pflicht, gemeinsam eine konsequente Durchsetzung der datenschutzrechtlichen Anforderungen zu starten. Bisher fehlt es da an der Zusammenarbeit beziehungsweise fehlt ein gemeinsamer Konsens.
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