Next Level: Kriminelle beklauen erfolgreiche Ransomware-Erpresser
Ransomware-Banden müssen sich jetzt ihrerseits Sorgen um ihre eigene Sicherheit machen. Denn andere Kriminelle wittern hier die Möglichkeit, leicht und schnell Geld zu verdienen, indem sie die Erpresser abzocken.
Möglich wird dies, weil die Zeiten, in denen Kriminelle ihre Malware noch selbst programmierten, weitgehend vorbei sind. Vielmehr gibt es auch in den dunklen Bereichen des Netzes eine blühende Dienstleistungsbranche und im Zuge so genannter Ransomware-as-a-Service-Angebote ist es möglich, sich den benötigten Erpressungs-Trojaner mitsamt der benötigten Infrastruktur gegen eine Gebühr zu mieten.
Zunehmend tritt hier auch die REvil-Gruppe, die man von diversen Ransomware-Kampagnen kennt, als Dienstleister auf. Der Druck gegen die Bande stieg zuletzt aber massiv an, weil sie es bei der Auswahl der Ziele und der Skrupellosigkeit ein gutes Stück überzogen hatte. Allerdings scheinen sich die REvil-Leute nicht damit begnügen zu wollen, dass die Nutzer ihrer Tools lediglich die vereinbarten Beteiligungen an der Beute abgeben, wie aus einem Bericht des US-Magazins ZDNet hervorgeht.
Und die Backdoors sollen auch schon genutzt worden sein. So berichtete ein Mieter der REvil-Infrastruktur in einem einschlägigen Forum, dass er einen lukrativen Beutezug verloren geben musste. Hier lief es wohl darauf hinaus, dass ein Ransomware-Opfer durchaus bereit schien, das geforderte Lösegeld von 7 Millionen Dollar zu zahlen. Von diesem Moment an war plötzlich kein Zugang zu der Kommunikation mehr möglich und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ein Mitglied der REvil-Gruppe den ganzen Vorgang gekapert und zu seinen Gunsten genutzt hat.
So etwas wie Ganoven-Ehre scheint es in dem Bereich also kaum zu geben. Und für die abgezockten Kriminellen gibt es auch entsprechend wenig, was sie tun können. An Strafverfolgungsbehörden können diese sich aus naheliegenden Gründen nicht wenden.
Siehe auch:
Zunehmend tritt hier auch die REvil-Gruppe, die man von diversen Ransomware-Kampagnen kennt, als Dienstleister auf. Der Druck gegen die Bande stieg zuletzt aber massiv an, weil sie es bei der Auswahl der Ziele und der Skrupellosigkeit ein gutes Stück überzogen hatte. Allerdings scheinen sich die REvil-Leute nicht damit begnügen zu wollen, dass die Nutzer ihrer Tools lediglich die vereinbarten Beteiligungen an der Beute abgeben, wie aus einem Bericht des US-Magazins ZDNet hervorgeht.
Betrüger sind nicht vertrauenswürdig
Demnach sollen die REvil-Leute in ihre Systeme Backdoors eingebaut haben, mit denen sie bei Bedarf sogar komplette Erpressungs-Kampagnen übernehmen können. Demnach verfügen die Trojaner über eine Hintertür in der Verschlüsselung, so dass auch REvil eigene Keys an die Opfer verkaufen und die Mieter ihrer Infrastruktur übergehen kann. Damit dies gelingt, wird natürlich auch ein Zugang zu der Kommunikation mit den Betroffenen benötigt - der ebenfalls eingebaut worden ist.Und die Backdoors sollen auch schon genutzt worden sein. So berichtete ein Mieter der REvil-Infrastruktur in einem einschlägigen Forum, dass er einen lukrativen Beutezug verloren geben musste. Hier lief es wohl darauf hinaus, dass ein Ransomware-Opfer durchaus bereit schien, das geforderte Lösegeld von 7 Millionen Dollar zu zahlen. Von diesem Moment an war plötzlich kein Zugang zu der Kommunikation mehr möglich und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ein Mitglied der REvil-Gruppe den ganzen Vorgang gekapert und zu seinen Gunsten genutzt hat.
So etwas wie Ganoven-Ehre scheint es in dem Bereich also kaum zu geben. Und für die abgezockten Kriminellen gibt es auch entsprechend wenig, was sie tun können. An Strafverfolgungsbehörden können diese sich aus naheliegenden Gründen nicht wenden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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