Ransomware: US-Regierung will Finanzströme hart trockenlegen
Die Betreiber von Ransomware-Kampagnen haben den Bogen nun wohl eindeutig überspannt. Die US-Regierung wird die Geldtransfers in diesem Bereich mit Mitteln verfolgen, die bisher auf die organisierte Kriminalität und Terrorismus beschränkt sind.
Bereits in dieser Woche könnte das US-Finanzministerium neue Verordnungen veröffentlichen, mit denen man den Erpressern das Leben schwerer machen will. Diese könnten dann noch vor Jahresende für alle US-Bundesbehörden in Kraft treten. Die Neuerungen sind dabei Bestandteil einer regelmäßigen Überarbeitung der Richtlinien zum Kampf gegen großangelegte Geldwäsche und die Terror-Finanzierung, berichtet das Wall Street Journal.
Im Zentrum der neuen Regelungen stehen dabei die Werte-Transfers in Form von Kryptowährungen. Diese bilden das Rückgrat der Kriminellen hinter den verschiedenen Ransomware-Kampagnen, weil hier noch die besten Schlupflöcher bestehen, um Finanzwerte relativ einfach rund um die Welt zu schleusen. Und genau dort will die US-Regierung eine harte Bremse installieren.
Das würde letztlich auch bedeuten, dass Opfer von Ransomware-Attacken mit deutlich rigideren Mitteln als nur aufklärenden Gesprächen davon abgehalten werden sollen, auf die Erpressungsversuche einzugehen. Wer Lösegeld zahlt, kann sich unter Umständen selbst strafbar machen. Das ist im Einzelfall zwar vielleicht schwer nachzuvollziehen, im Gesamtbild würde es aber dafür sorgen, dass es für andere dann weniger attraktiv würde, ebenfalls auf Ransomware zu setzen, um Geld zu verdienen.
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Im Zentrum der neuen Regelungen stehen dabei die Werte-Transfers in Form von Kryptowährungen. Diese bilden das Rückgrat der Kriminellen hinter den verschiedenen Ransomware-Kampagnen, weil hier noch die besten Schlupflöcher bestehen, um Finanzwerte relativ einfach rund um die Welt zu schleusen. Und genau dort will die US-Regierung eine harte Bremse installieren.
Lösegeld zahlen wird illegal
Wie diese genau aussehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Allerdings soll es nicht darum gehen, die digitalen Netzwerke an sich stärker zu regulieren. Vielmehr sollen Sanktionen eingeführt werden, die sich gegen konkrete Individuen richten. Auf diese Weise sollen andere User davon abgehalten werden, mit diesen in Geschäftsbeziehungen zu treten. Das könnte so aussehen, dass beispielsweise auch Strafen drohen, wenn man mit Personen Kryptowährungseinheiten austauscht, die von der US-Regierung auf eine Ransomware-Blockliste gesetzt werden. Ähnliches kennt man bereits aus den anderen genannten Problemfeldern.Das würde letztlich auch bedeuten, dass Opfer von Ransomware-Attacken mit deutlich rigideren Mitteln als nur aufklärenden Gesprächen davon abgehalten werden sollen, auf die Erpressungsversuche einzugehen. Wer Lösegeld zahlt, kann sich unter Umständen selbst strafbar machen. Das ist im Einzelfall zwar vielleicht schwer nachzuvollziehen, im Gesamtbild würde es aber dafür sorgen, dass es für andere dann weniger attraktiv würde, ebenfalls auf Ransomware zu setzen, um Geld zu verdienen.
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