Samsungs One UI 4.0 im Test: Irgendwo zwischen originell und Original

Mit Android 12, verbesserter Update-Politik und mehr Zusammenarbeit mit Google buhlt OneUI 4.0 um den Platz in Eurem Herzen! Aber kann Samsungs angepasste Android-Version tatsächlich in der Praxis überzeugen? Samsung galt lange Zeit als Sorgenkind bei der Bereitstellung von Android-Updates. Gerade aus dem Grund sorgte die Ankündigung, auf unzähligen Geräten 4 Jahre lang Updates anzubieten, für Aufsehen. Allerdings ist Samsung hier keineswegs ein Vorreiter, eher sollten regelmäßige und lange Updates auch in der Android-Welt normal sein.


Die Verbesserungen kommen zudem nicht ganz ohne ihren Preis. One UI 4.0 bringt kaum neue Funktionen mit sich, eher rückt Samsung seine Android-Version näher an Android 12. Aber wirkt sich das im Alltag positiv oder negativ aus?

Optik: So sieht Material You auf Samsung-Handys aus

Seit der Beta-Version teste ich die neue One UI 4.0 auf dem Samsung Galaxy S21+. Mein Haupttelefon ist allerdings das Google Pixel 6 Pro. Daher ist es schwer, nicht jedes Mal, wenn ich von einem Modell zu einem anderen wechsle, die Schnittstellen und Benutzererfahrungen zu vergleichen. Und in diesem Sinne kann ich sagen, dass das Material-You-Konzept von Samsung wirklich sehr gut aufgeht.

Das dynamische Thema von Android 12 funktioniert auf ähnliche Weise in One UI, wobei die Farben des Hintergrundbildes in verschiedene Elemente des Betriebssystems und der Apps übernommen werden. Wie bei den Pixel-Geräten gibt es auch beim Galaxy S21+ verschiedene Farbpaletten, allerdings kann man hier nicht zwischen Grundfarben wählen.

Samsung One UI 4 offizielle Vorstellung

Ein weiterer Unterschied ist, dass die Anpassung der App-Symbole nur für Samsung-Apps gilt. Auf diese Weise werden die Dienste von Google oder Drittanbietern, auch wenn sie mit der Anpassung an Ihr Material gerechnet werden, nicht verändert. Das macht das One-UI-Erlebnis uneinheitlich. In diesem Fall musste Samsung jedoch einen eigenen dynamischen Themenmechanismus entwickeln, da Google das "Monet"-System nicht mit den Partnerherstellern geteilt hat.

Die neue Design-Richtlinie von Android 12 ist zudem von Formen geprägt. Und in diesem Sinne behält One UI seine Essenz bei. Die Benachrichtigungsleiste, die Schnellzugriffssymbole und der Einstellungsbildschirm haben sich nicht wesentlich verändert. Trotz der Integration in das Farbthema folgen sie immer noch dem bisherigen Muster mit kleinen Symbolen und möglichst vielen Informationen auf dem Bildschirm. Samsung One UI 4.0 Samsungs Dual-Uhr-Widget im Gegensatz zu den Widgets von Google Music und Google Maps. / © Framesira / Shutterstock.com / NextPit Auch bei den Widgets von Samsung hat sich nicht viel geändert. Natürlich können Google-Dienste wie YouTube Music oder Google Keep auf dem Galaxy mit den abgerundeten Formen von Material You genutzt werden. Aber Samsungs Uhr-Widget folgt nicht dem Muster des Widgets aus dem Google Pixel. Ich persönlich sehe dies positiv, da es One UI Originalität verleiht.

Insgesamt hatte Samsungs Partnerschaft mit Google einen großen Einfluss auf die Benutzeroberfläche. Bedeutet, dass One UI 4.0 in vielen Designpunkten näher an Android 12 gerückt ist. Der Spagat gelingt allerdings sehr gut!

Neue und willkommene Datenschutzfunktionen

Was die in Android 12 intensiv erforschten Datenschutzfunktionen angeht, hat Samsung die gleiche Klarheit und Transparenz übernommen, die wir bei Google gesehen haben. Das Privacy-Dashboard wurde in das Menü für den Datenschutz verschoben, die Warnmeldungen zur Hardware-Nutzung sind easy erreichbar und zuverlässig, und Ihr könnt wählen, ob Ihr Euren genauen Standort preisgeben wollt oder nicht.

Die "Android Private Compute Core"-Technologie, die die Verarbeitung persönlicher Daten in Android 12 direkt auf dem Telefon vornimmt, ist auch auf Galaxy-Geräten verfügbar. Hier nennt sie sich aber "Android System Intelligence" - wie auf Pixel-Geräten eben. Das bedeutet, dass die Datenverarbeitung von Funktionen, die Künstliche Intelligenz und Machine Learning nutzen, privat bleibt.

Was Samsung-Fans bei OneUI 4.0 vermissen werden

Auf der einen Seite gibt es Verbesserungen bei Apps wie der Kamera, die jetzt die Zoomstufe numerisch anzeigt - oder Samsung Health, das mehr Geschlechteroptionen bietet. Auf der anderen Seite verursacht Samsung das Problem, dass weitere 4 GB des internen Speichers Eures Handys für virtuellen Speicher blockiert. Samsung One UI 4.0 Das liegt daran, dass die RAM-Plus-Funktion in One UI 4.0 standardmäßig aktiviert ist und bisher auf Galaxy-Geräten mit dem neuen Betriebssystem nicht deaktiviert werden kann. Das mag bei den High-End-Modellen des Herstellers kein ernsthaftes Problem sein. Aber es gibt viel Kritik dafür, dass Samsung seinen Nutzer:innen hier keine Wahl lässt..

Darüber hinaus verlief die Aktualisierung des Betriebssystems auf einigen Geräten nicht reibungslos, da es zu Fehlern bei der adaptiven Bildwiederholrate und plötzlichen Leistungseinbrüchen kam. Auf dem Galaxy S21+, das ich benutze, hatte ich nur Probleme mit der adaptiven Bildwiederholung, die von 120 Hz auf 60 Hz umschaltete, sobald ich den Finger vom Bildschirm nahm. Dies hat jedoch meine Erfahrungen mit dem System insgesamt nicht beeinträchtigt.

Fazit

One UI 4.0 zeigt deutlich, dass Samsung hin- und hergerissen ist zwischen der Beibehaltung der Merkmale seiner eigenen Software und der Unterwerfung unter die Entscheidungen von Google. Das war schon immer so, passierte aber eher im Verborgenen. Mit Material You können wir jetzt aber feststellen, dass sich die Tentakel des Suchgiganten ausbreiten und immer präsenter werden.

Ist das gut oder schlecht? Das kommt darauf an! Einerseits hat Samsung den Update-Prozess für seine Smartphones beschleunigt und Android 12 für die 2021-Flaggschiffe nur einen Monat, nachdem Google das Update an die Pixel-Telefone geschickt hat, veröffentlicht. Das sollte gefeiert werden. Bis zum Ende des Jahres dürfte die Liste der Galaxy-Smartphones, die mit One UI 4.0 laufen, die größte sein, die es bisher gab.

Wenn es um Schnittstellen für Android-Telefone geht, bleibe ich persönlich bei Google und Samsung. Allerdings finde ich die beiden an einem Ort nicht wirklich ansprechend. Bei One UI 4.0 habe ich das Gefühl, dass Samsung einige der wegweisenden Funktionen von Android 12 teilweise an seine Oberfläche angepasst hat und keine Zeit hatte, an den Flaggschiff-Funktionen für das Galaxy-Ökosystem selbst zu arbeiten.

Letztendlich wird One UI 4.0 sowohl denjenigen gefallen, die bereits an das Samsung-Erlebnis gewöhnt sind, als auch denjenigen, die ein anpassbares Smartphone auf Augenhöhe mit Googles Stock-Android haben möchten. Allerdings habe ich mindestens eine wichtige Funktion vermisst, die Samsung eingeführt hat. Meine Erwartungen richten sich also ganz auf One UI 4.1!

Was haltet Ihr von Samsungs neuer, auf Android 12 basierender Benutzeroberfläche? Konntet Ihr das OS schon ausprobieren? Teilt es mir in den Kommentaren mit! Dieser Inhalt kommt von unserem Partner Nextpit und ist am 28. November 2021 unter dem Titel "Samsungs One UI 4.0 im Test: Irgendwo zwischen originell und Original" erschienen. Hat er euch gefallen? Dann schaut doch bei unseren lieben Kollegen von Nextpit vorbei und findet weitere großartige Inhalte wie diesen! Smartphone, Samsung, Galaxy, Samsung Galaxy, Design, Interface, Ui, Upgrade, Benutzeroberfläche, Oberfläche, Android 11, User Interface, Samsung Galaxy S20, S20, Samsung Galaxy S20+, Samsung Galaxy S20 Plus, Samsung Galaxy S20 Ultra 5G, Samsung One UI 3 Smartphone, Samsung, Galaxy, Samsung Galaxy, Design, Interface, Ui, Upgrade, Benutzeroberfläche, Oberfläche, Android 11, User Interface, Samsung Galaxy S20, S20, Samsung Galaxy S20+, Samsung Galaxy S20 Plus, Samsung Galaxy S20 Ultra 5G, Samsung One UI 3
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