"So 1 Pimmel"-Tweet: Politiker eskaliert & macht alles viel schlimmer
Was tun bei Beleidigungen im Netz? Genau in dieser Hinsicht überschlagen sich aktuell die Ereignisse rund um den Hamburger Innensenator (SPD). Der hatte wegen eines Tweets eine Hausdurchsuchung angeschoben, das Netz reagiert mit Spott und sorgt erst Recht für Rampenlicht.
Wie der Account ZooStPauli berichtet, waren daraufhin heute Morgen um 6 Uhr sechs Polizisten in die Wohnung eines Hamburgers vorgedrungen. Das Ziel: "Gesucht wurde das Gerät, mit dem ‘du bist so 1 Pimmel' unter einen Tweet von Andy Grote geschrieben wurde." Den Beamten sei vor der Durchsuchung bekannt gewesen, dass sich zwei Kleinkinder in der Wohnung aufhalten. Nach aktuellen Informationen wurden Datenträger und persönliche Dokumente sichergestellt, die das "Verbrechen" belegen sollen.
Die Aufmerksamkeit ist...
... Grote aktuell sicher
Sollte der Hamburger Innensenator die Hoffnung verfolgt haben, mit seinem Vorgehen weitere Beleidigungen zu unterbinden, so macht der Politiker jetzt auf jeden Fall mit der vollen Stärke des Streisand-Effekts Bekanntschaft.
Wie kann man gegen Hatespeech vorgehen? Als Innensenator sehr gut
Hassrede im Netz ist ein ernstes Thema, immer noch fühlen sich Opfer von Plattformbetreibern und Behörden oft im Stich gelassen. Offenbar sind die Möglichkeiten zu einem Vorgehen gegen die Verfasser deutlich besser, wenn man ein hohes Amt innehat. In einem Kommentar zu einem Tweet waren die Worte "Du bist so 1 Pimmel" gegen den Hamburger Innensenator Andy Grote gerichtet worden. Der hatte daraufhin ohne Zögern die Situation eskaliert und eine Hausdurchsuchung angeschoben.Wie der Account ZooStPauli berichtet, waren daraufhin heute Morgen um 6 Uhr sechs Polizisten in die Wohnung eines Hamburgers vorgedrungen. Das Ziel: "Gesucht wurde das Gerät, mit dem ‘du bist so 1 Pimmel' unter einen Tweet von Andy Grote geschrieben wurde." Den Beamten sei vor der Durchsuchung bekannt gewesen, dass sich zwei Kleinkinder in der Wohnung aufhalten. Nach aktuellen Informationen wurden Datenträger und persönliche Dokumente sichergestellt, die das "Verbrechen" belegen sollen.
Die Aufmerksamkeit ist...
... Grote aktuell sicher
Das Netz eskaliert auch
Im Netz löst der Fall unter den Hashtags "Hausdurchsuchung" und "Pimmelgrote" heiße Diskussion um den Umgang mit Beleidigungen im Netz und die Verhältnismäßigkeit der in diesem Fall ergriffenen Maßnahmen aus. Viele stören sich dabei nicht an der Tatsache an sich, dass Grote hier im Gesetz festgeschriebene Wege beschreitet, sondern viel mehr daran, dass der Politiker hier wohl eine Sonderbehandlung genießt.Sollte der Hamburger Innensenator die Hoffnung verfolgt haben, mit seinem Vorgehen weitere Beleidigungen zu unterbinden, so macht der Politiker jetzt auf jeden Fall mit der vollen Stärke des Streisand-Effekts Bekanntschaft.
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