Internet-Apokalypse: Große Studie zeigt Sonnensturm-Gefahren auf

Wie wirkt sich ein heftiger Sonnensturm auf die Internet-Infrastruktur aus? Eine großangelegte Studie zeigt klare Schwachstellen im globalen Netz auf. Demnach würde ein heftiger Teilchenstrom vor allem den großen Unterseekabeln zu schaffen machen.

Unterseekabel und Sonnenstürme mögen sich nicht

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass ein extremer Sonnensturm die Stromnetze beschädigen und auch andere Elektronik empfindlich stören könnte. Eine neue Studie bemüht sich jetzt erstmals darum, ein klares Bild zu zeichnen, wie sich ein solcher koronaler Massenauswurf auf die Infrastruktur des Internets auswirken könnte. Die kurze Zusammenfassung: Vor allem in Bezug auf das Rückgrat des globalen Netzes, die Unterseekabel, sehen die Studienmacher großes Potenzial für echte Katastrophen. Solar Superstorms: Planung für eine Internet-ApokalypseBei heftigem Solarsturm in Gefahr: Das Rückgrat des Internets Wie Wired schreibt, hatte die Wissenschaftlerin Sangeetha Abdu Jyothi von der University of California, Irvine, am Donnerstag die Arbeit "Solar Superstorms: Planung für eine Internet-Apokalypse" bei der Fachmesse SIGCOMM 2021 präsentiert. Wie Abdu Jyothi betont, zeigt sich schnell, dass unsere Netz-Infrastruktur wenig bis gar nicht auf ein "solares Großereignis" vorbereitet ist. "Wir haben nur ein sehr begrenztes Verständnis für das Ausmaß des Schadens, der dabei entstehen würde", so die Expertin gegenüber Wired.

Microsoft-Projekt: Unterseekabel MareaMicrosoft-Projekt: Unterseekabel MareaMicrosoft-Projekt: Unterseekabel MareaMicrosoft-Projekt: Unterseekabel Marea

Lokal ok, global gefährlich

Während lokale Infrastruktur nach Meinung der Studienmacher durch regelmäßige Erdung und der Unempfindlichkeit von Glasfaserkabeln gegenüber geomagnetisch induzierter Ströme durch einen Sonnensturm wenig in Mitleidenschaft gezogen würde, sieht man bei langen Unterseekabeln großes Schadenspotenzial.

Abdu Jyothi sieht hier verschiedene Faktoren, die ungünstig zusammenspielen. In Unterseekabeln finden sich im Abstand von 50 bis 150 Kilometern Repeater zur Signalverstärkung. Wird die Elektronik dieser wichtigen Bauteile gestört, kann das Kabel seinen Dienst nicht mehr leisten. Das verstärkende Problem: Da Unterseekabel nur in Abständen von mehreren hundert bis tausend Kilometern geerdet werden, sind die Repeater deutlich größeren Gefahren durch geomagnetisch induzierte Ströme ausgesetzt.

Wie die Wissenschaftlerin betont, kann ihre Arbeit das Risiko nicht abschließend beurteilen. Vielmehr geht es aus ihrer Sicht darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Auswirkungen eines solchen Sonnensturms auf das globale Internet aktuell nicht ausreichend verstanden sind. "Ich denke, das ist etwas, auf das wir uns als Branche auf jeden Fall vorbereiten wollen, und ich bemühe mich (in der Studie) um die Entwicklung der passenden Instrumente zur Risikobewertung." Unterseekabel, Internet-Backbone, Seekabel, Tiefseekabel Unterseekabel, Internet-Backbone, Seekabel, Tiefseekabel Berkeley News
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