Google & Co. kontrollieren auch den Untersee-Backbone immer mehr

Kabel, Unterseekabel, MAREA, Küste Bildquelle: Microsoft
Gelegentlich lassen sich die großen Internet-Konzerne für ihre Beiträge zur Backbone-Infrastruktur feiern - eher im stillen arbeiten sie aber daran, die wichtigsten Hardware-Grundlagen des Internets komplett unter ihre Kontrolle zu bekommen. Und das kann zu verschiedenen Problemen führen. Lange Zeit gab es ziemlich klar verteilte Aufgaben: Die Telekommunikations-Unternehmen bauten die Internet-Infrastruktur aus und die Diensteanbieter sorgten dafür, dass die immer leistungsfähiger werdenden Verbindungen auch mit Leben gefüllt wurden. Die größten Einnahmen sammelten sich mit der Zeit aber eben bei den Dienste-Anbietern an, was immer wieder auch zu Begehrlichkeiten der Netzbetreiber und daraus folgend zu Diskussionen über die Netzneutralität führte.

In den letzten Jahren haben Google und Co. aber immer größere Teile der Infrastruktur unter ihre eigene Kontrolle geholt, wie aus einem Bericht von VentureBeat hervorgeht. Sie betreiben nicht nur weltweit viele große Datenzentren, sondern besitzen zunehmend auch den Backbone, der diese miteinander und mit den Nutzern verbindet. Vor allem Google ist hier vorn dabei und hat als erstes begonnen, in Unterseekabel zu investieren. Das neueste Projekt in dem Bereich heißt Curie und wird Kalifornien mit Chile verbinden.


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Wenn die Verbindung fertiggestellt ist, wird Google bereits fast 17.000 Kilometer Unterseekabel komplett unter eigener Kontrolle haben. Mit 1,13 Millionen Kilometern sind weltweit zwar bedeutend mehr in Betrieb. Doch wenn man jene Leitungen hinzunimmt, die nicht Google allein gehören, sondern gemeinsam mit Facebook, Microsoft und Amazon kontrolliert werden, werden es dann schnell über hunderttausend Kilometer. Damit stehen fast 10 Prozent der Unterseestrecken weltweit schon unter der Kontrolle der vier großen US-Konzerne. Und zu diesen gehören in der Regel bereits die modernsten und leistungsfähigsten.

Und der Trend geht immer weiter - denn die großen Betreiber der Cloud-Infrastrukturen sind eben auch jene, die besonders viel Kapital zur Verfügung haben, um in die Infrastruktur zu investieren. Über die möglichen Auswirkungen dessen, kann man unter diversen Prämissen diskutieren und es kann letztlich auch gut sein, dass es für die Nutzer besser ist, als ein Backbone in Händen der Kommunikations-Unternehmen. Die Entwicklung muss aber bedacht werden, wenn über die Regulierung von Netzen gesprochen wird.

Siehe auch: Drei neue Unterseekabel: Google baut Infrastruktur kräftig aus Kabel, Unterseekabel, MAREA, Küste Kabel, Unterseekabel, MAREA, Küste Microsoft
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