Durchs Nadelöhr: Solar Orbiter steht vor seinem riskantesten Manöver
Um Fortschritte zu erreichen, muss man auch mal auf Risiko gehen. Der Solar Orbiter soll unseren Blick auf die Sonne revolutionieren, dafür ist aber eine komplexe Flugroute nötig. Jetzt erreicht die Sonde bald einen kritischen Punkt, bei dem alle Manöver passen müssen.
Solar Orbiter muss einmal richtig knapp an der Erde vorbei
"Bei der geringsten Annäherung wird sich die Sonde etwa 460 km über unserem Planeten befinden", so die ESA. Das mag für irdische Verhältnisse zwar nach einem großzügigen Abstand klingen, ist in Bezug auf die Reiseroute durch das innere Sonnensystem aber eine fast schon verschwindend geringe Distanz. Das Team muss dabei am 25. November die entsprechenden Steuerimpulse geplant haben, einen Tag später gibt es dann kein Zurück mehr.
Der Solar Orbiter schießt dann durch die Region des niedrigen Erdorbits, in der auch die Internationale Raumstation und viele andere Satelliten unseren Planeten umkreisen. "Hier befindet sich auch viel Weltraumschrott, sodass ein geringes Risiko einer Kollision zwischen Solar Orbiter und Weltraumschrott besteht", so die ESA.
Die Sonnen-Sonde schießt im Eiltempo knapp über der Erde vorbei
Wie die ESA in einem Update zum Solar Orbiter schreibt, schießt die Sonde aktuell wie geplant wieder auf die Erde zu, um hier mithilfe der Schwerkraft noch einmal kräftig Schwung zu holen. Das Manöver ist entscheidend für den weiteren Verlauf der Mission, bei der auch erstmals die Pole der Sonne direkt abgebildet werden sollen. Mit dem Vorbeiflug am 27. November steht für die Sonde aber auch das riskanteste Flugmanöver der gesamten Reise an.
Solar Orbiter muss einmal richtig knapp an der Erde vorbei
"Bei der geringsten Annäherung wird sich die Sonde etwa 460 km über unserem Planeten befinden", so die ESA. Das mag für irdische Verhältnisse zwar nach einem großzügigen Abstand klingen, ist in Bezug auf die Reiseroute durch das innere Sonnensystem aber eine fast schon verschwindend geringe Distanz. Das Team muss dabei am 25. November die entsprechenden Steuerimpulse geplant haben, einen Tag später gibt es dann kein Zurück mehr.
Der Solar Orbiter schießt dann durch die Region des niedrigen Erdorbits, in der auch die Internationale Raumstation und viele andere Satelliten unseren Planeten umkreisen. "Hier befindet sich auch viel Weltraumschrott, sodass ein geringes Risiko einer Kollision zwischen Solar Orbiter und Weltraumschrott besteht", so die ESA.
Schnell vorbei
Durch die extreme Beschleunigung, die die Sonde nach dem Vorbeiflug erfährt, müssen die Wissenschaftler aber nur rund eine Stunde bangen, bis alle Gefahrenzonen durchquert wurden. Das nächste Ziel: ein weiterer Vorbeiflug an der Venus, die Solar Orbiter dann auf Kurs zu den Sonnenpolen bringt.
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