Intelligente grüne Welle: Innovation lässt Einsatzkräfte schneller retten
Es ist weltweit das erste System, das Satellitensignale und Kommunikationstechnik in Ampeln kombiniert, um Einsatzkräften eine grüne Welle zu bescheren. In Berlin konnte jetzt das sogenannte HALI-System erfolgreich einem ersten Praxis-Test unterzogen werden.
Grüne Welle dank Technik im Auto...
...und Technik in den Ampeln
"HALI-Berlin ist weltweit das erste und bisher einzige Projekt, in dem die Satellitensignale und operationelle Galileo-PRS-Empfänger im realen Einsatz verwendet werden. Diese Kombination aus Galileo PRS-Empfängern in Einsatzfahrzeugen und moderner Kommunikations- und Verkehrstechnik in Ampeln hat nun ihren ersten Praxistest gemeistert", so René Kleeßen, Direktor für Organisationen und Infrastruktur in der Deutschen Raumfahrtagentur.
"Eine präzise und sichere Positionsbestimmung über Galileo-PRS allein beschert dem Einsatzfahrzeug noch keine grüne Welle. Auch die Ampeln müssen technisch so ausgerüstet sein, dass sie von den Einsatzwagen ‘angesprochen' werden können", so Robert Oertel, HALI-Projektleiter beim DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik. Fahrzeuge können so mit deutlichem zeitlichen Vorlauf Anmeldungen an Ampeln auf der Strecke durchführen, ein "intelligentes Backend" koordiniert die Schaltung über mehrere Kreuzungen hinweg.
Berlin lässt Einsatzfahrzeuge gezielt über die grüne Welle rollen
Einsatzfahrzeugen ist es schon heute möglich, rote Ampeln zu überfahren. Dabei ist die Sicherheit aber stark von der Mithilfe und Rücksicht aller beteiligten Verkehrsteilnehmer abhängig - ein nicht idealer Zustand, geht es bei Rettungseinsätzen doch sehr oft um jede Sekunde. Wie das DLR vermeldet, wurde jetzt in Berlin das HALI-System erfolgreich im Alltag getestet. Das sorgt dafür, dass Ampeln bei Annäherung von Polizei und Rettungsfahrzeugen automatisch eine optimale Grünschaltung durchführen.
Grüne Welle dank Technik im Auto...
...und Technik in den Ampeln
"HALI-Berlin ist weltweit das erste und bisher einzige Projekt, in dem die Satellitensignale und operationelle Galileo-PRS-Empfänger im realen Einsatz verwendet werden. Diese Kombination aus Galileo PRS-Empfängern in Einsatzfahrzeugen und moderner Kommunikations- und Verkehrstechnik in Ampeln hat nun ihren ersten Praxistest gemeistert", so René Kleeßen, Direktor für Organisationen und Infrastruktur in der Deutschen Raumfahrtagentur.
PRS und Ampel-Technik
Bei PRS, kurz für Public Regulated Service, handelt es sich um einen Dienst zur Positions- und Zeitbestimmung, der entgegen der frei verfügbaren Signale von Satellitennavigationssystemen durch Verschlüsselung vor Manipulation geschützt werden kann. Für das HALI-System wurden bisher nur unter Laborbedingungen betriebene PRS-Empfänger für den Einsatz im Alltag weiterentwickelt, die Macher sprechen von einer robusten "fahrstreifengenauen" Ortung."Eine präzise und sichere Positionsbestimmung über Galileo-PRS allein beschert dem Einsatzfahrzeug noch keine grüne Welle. Auch die Ampeln müssen technisch so ausgerüstet sein, dass sie von den Einsatzwagen ‘angesprochen' werden können", so Robert Oertel, HALI-Projektleiter beim DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik. Fahrzeuge können so mit deutlichem zeitlichen Vorlauf Anmeldungen an Ampeln auf der Strecke durchführen, ein "intelligentes Backend" koordiniert die Schaltung über mehrere Kreuzungen hinweg.
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