China: Tech-Milliardäre verfallen in rätselhafte Spenden-Bereitschaft
Unter den chinesischen Tech-Milliardären hat in diesem Jahr auch eine regelrechte Welle an Wohltätigkeit eingesetzt. Riesige Summen werden hier in verschiedene Stiftungen transferiert - was aber kaum an einem allgemeinen Sinneswandel liegen dürfte.
Unter den chinesischen Tech-Milliardären hat in diesem Jahr auch eine regelrechte Welle an Wohltätigkeit eingesetzt. Riesige Summen werden hier in verschiedene Stiftungen transferiert - was aber kaum an einem allgemeinen Sinneswandel liegen dürfte.
Vielmehr müssen die Wohlhabenden befürchten, dass der Staat sie irgendwann nicht mehr wie bisher gewähren lässt. Immerhin bringt die Entwicklung der letzten Jahre zunehmend das Bild in Gefahr, das die Führungselite des Landes gern zeichnet. Demnach soll das System in China immer noch irgendetwas mit einem besonderen Sozialismus zu tun haben.
Dies lässt sich allerdings schlecht argumentieren, wenn in dem Land die Schere zwischen Arm und Reich inzwischen schneller auseinander geht als es im kapitalistischen Vorzeigestaat USA der Fall ist. In China gibt es laut der Hurun Global Rich List aktuell immerhin 1058 Milliardäre, womit China bereits an den USA vorbeigezogen ist, wie Al Jazeera berichtet. Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, dürfte insbesondere auch in den riesigen ärmeren Bevölkerungsschichten die Frage aufkommen, was die Kommunistische Partei denn eigentlich beruflich macht.
Fakt ist allerdings, dass diverse Milliardäre begonnen haben, ihre Vermögen in wohltätige Stiftungen zu transferieren. Ob sie so den Eindruck erwecken wollen, mit ihren Aktivitäten besonders viel für die Gesellschaft zu tun oder ob sie gezwungen werden, ihren Privatbesitz zu reduzieren, lässt sich nicht sagen.
Eines der jüngsten Beispiele ist hier Xiaomi-Mitbegründer Lei Jun, der Aktien im Wert von 2,2 Milliarden Dollar in zwei Stiftungen geschoben hat. Wang Xing, der Gründer des Essens-Lieferdienstes Meituan, spendete 2,7 Milliarden Dollar in Aktien an Projekte, die unter anderem Forschung und Bildung fördern. Colin Huang vom E-Commerce-Konzern Pinduoduo gab 1,85 Milliarden Dollar an Bildungsprojekte ab. Verschiedene andere Tech-Unternehmer begannen zumindest mehrstellige Millionen-Beträge in entsprechende Aktivitäten zu stecken.
Siehe auch: "Verschwundener" Alibaba-Gründer Jack Ma ist nun wieder aufgetaucht
Vielmehr müssen die Wohlhabenden befürchten, dass der Staat sie irgendwann nicht mehr wie bisher gewähren lässt. Immerhin bringt die Entwicklung der letzten Jahre zunehmend das Bild in Gefahr, das die Führungselite des Landes gern zeichnet. Demnach soll das System in China immer noch irgendetwas mit einem besonderen Sozialismus zu tun haben.
Dies lässt sich allerdings schlecht argumentieren, wenn in dem Land die Schere zwischen Arm und Reich inzwischen schneller auseinander geht als es im kapitalistischen Vorzeigestaat USA der Fall ist. In China gibt es laut der Hurun Global Rich List aktuell immerhin 1058 Milliardäre, womit China bereits an den USA vorbeigezogen ist, wie Al Jazeera berichtet. Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, dürfte insbesondere auch in den riesigen ärmeren Bevölkerungsschichten die Frage aufkommen, was die Kommunistische Partei denn eigentlich beruflich macht.
Xiaomi-Gründer vorn dabei
Entsprechend gab es bereits verschiedene Anzeichen, dass die Staatsführung die wirtschaftliche Elite stärker ins Visier nimmt. Bekannter wurde hier der Konflikt zwischen der Regierung und dem Alibaba-Gründer Jack Ma, in dessen Folge der Unternehmer monatelang verschwunden war und ein Kartellverfahren gegen seinen Konzern eingeleitet wurde. Bis heute ist unklar, was genau vorgefallen war.Fakt ist allerdings, dass diverse Milliardäre begonnen haben, ihre Vermögen in wohltätige Stiftungen zu transferieren. Ob sie so den Eindruck erwecken wollen, mit ihren Aktivitäten besonders viel für die Gesellschaft zu tun oder ob sie gezwungen werden, ihren Privatbesitz zu reduzieren, lässt sich nicht sagen.
Eines der jüngsten Beispiele ist hier Xiaomi-Mitbegründer Lei Jun, der Aktien im Wert von 2,2 Milliarden Dollar in zwei Stiftungen geschoben hat. Wang Xing, der Gründer des Essens-Lieferdienstes Meituan, spendete 2,7 Milliarden Dollar in Aktien an Projekte, die unter anderem Forschung und Bildung fördern. Colin Huang vom E-Commerce-Konzern Pinduoduo gab 1,85 Milliarden Dollar an Bildungsprojekte ab. Verschiedene andere Tech-Unternehmer begannen zumindest mehrstellige Millionen-Beträge in entsprechende Aktivitäten zu stecken.
Siehe auch: "Verschwundener" Alibaba-Gründer Jack Ma ist nun wieder aufgetaucht
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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