20 Mrd. Dollar: Intel will europaweit in Chip-Produktion investieren
Weil Europa sich das Ziel gesteckt hat, dass auf dem Kontinent gefertigte Halbleiterprodukte bis 2030 rund 20 Prozent des weltweiten Marktes ausmachen sollen, wittert auch Intel Morgenluft und verspricht, dass sich Investitionen in neue Technologien in ganz Europa positiv auswirken sollen.
Intels Äußerungen gegenüber der Financial Times zufolge könnte es "für ganz Europa Vorteile bringen", wenn man die nötigen Zuschüsse aus staatlicher Hand für ein geplantes neues Chipwerk in der europäischen Staatengemeinschaft bekommt. Intel hatte zuvor in Aussicht gestellt, rund 20 Milliarden Dollar in ein neues Werk in Europa stecken zu wollen, knüpft dies aber an Bedingungen.
So ist offen, wo sich der Standort des eigentlichen Chipwerks befinden soll, aber auch, wo die für den Betrieb nötigen weiteren Einrichtungen angesiedelt werden sollen. Diese könnten sich auch in anderen Regionen befinden als das Chipwerk selbst, so die Argumentation von Intel. Dadurch könnten neben dem Standort des Chipwerks auch andere Gegenden von Intels Engagement profitieren, heißt es.
In Asien ist dies nicht anders, so zumindest Intel. Im Vergleich zu Asien sei der Kostennachteil in Europa rund 30 bis 40 Prozent groß, was zu einem Großteil auf Unterstützung der jeweiligen Regierungen zurückzuführen sein soll. Bei Intels Verhandlungen mit den Vertretern der Europäischen Länder geht es aber auch um viele weitere Faktoren, die den Bau der Werke hier recht aufwendig machen.
Zunächst muss aber auch noch geklärt werden, welche Art der Chipfertigung dort erfolgen soll. Intel will eigentlich zunächst 10-Nanometer-Chips fertigen, doch könnte selbst dies für die Bedürfnisse der europäischen Abnehmer zu fortgeschritten sein. Dies behaupten jedenfalls die Quellen der Financial Times, die davon ausgehen, dass der Großteil der potenziellen Abnehmer aus der Industrie derzeit ältere Fertigungstechnologien mit größerer Strukturbreite nutzt.
Intel will bis Ende des Jahres 2021 zusammen mit der Politik eine Entscheidung darüber treffen, wo und wie die Investitionen in die Chipfertigung in Europa durch den Konzern platziert werden können. Sowohl Deutschland als auch Belgien, Frankreich und die Niederlande kommen dabei nach bisherigem Stand als Standorte in Frage.
Erst die Zuschüsse machen Produktion wirtschaftlich
Bei dem Besuch von Intel-Chef Pat Gelsinger in Europa gab es zuletzt Treffen mit Frankreichs Präsident Macron und Italiens Premierminister Draghi. Gelsinger warb dabei unter anderem um eine möglichst breite Unterstützung der EU-Staaten mit Zuschüssen für den Bau des neuen Chipwerks. Sollten die Gelder fließen, könne man durch den Bau des Werks in ganz Europa für positive Auswirkungen sorgen, so die Logik.So ist offen, wo sich der Standort des eigentlichen Chipwerks befinden soll, aber auch, wo die für den Betrieb nötigen weiteren Einrichtungen angesiedelt werden sollen. Diese könnten sich auch in anderen Regionen befinden als das Chipwerk selbst, so die Argumentation von Intel. Dadurch könnten neben dem Standort des Chipwerks auch andere Gegenden von Intels Engagement profitieren, heißt es.
Produktion hier, Testing und Packaging dort
Man könne die Fertigung an einem Standort betreiben, das Packaging, das Testing und weitere Aufgaben aber jeweils an anderen Orten durchführen. Die Voraussetzungen für ein paneuropäisches Projekt seien in diesem Fall gut, so Intel-Vertreter gegenüber der Financial Times. Ein wichtiger Faktor ist auch, dass die staatliche Unterstützung den Bau der neuen Standorte für die Chipfertigung überhaupt erst für Intel wirtschaftlich machen wird.In Asien ist dies nicht anders, so zumindest Intel. Im Vergleich zu Asien sei der Kostennachteil in Europa rund 30 bis 40 Prozent groß, was zu einem Großteil auf Unterstützung der jeweiligen Regierungen zurückzuführen sein soll. Bei Intels Verhandlungen mit den Vertretern der Europäischen Länder geht es aber auch um viele weitere Faktoren, die den Bau der Werke hier recht aufwendig machen.
Intel braucht nicht nur viel Geld, sondern auch viel Platz
So benötigt Intel ein Gelände von mindestens 1000 Hektar, das zudem auch noch in Sachen Infrastruktur gut angebunden ist. Dort könnten zunächst zwei und später insgesamt bis zu acht Chipwerke errichtet werden, für deren Betrieb über 10 Jahre Intel mit Ausgaben von 20 Milliarden Dollar rechnet. Über die gesamte Lebensdauer der Werke sollen dafür Investitionen von bis zu 100 Milliarden Dollar nötig sein.Zunächst muss aber auch noch geklärt werden, welche Art der Chipfertigung dort erfolgen soll. Intel will eigentlich zunächst 10-Nanometer-Chips fertigen, doch könnte selbst dies für die Bedürfnisse der europäischen Abnehmer zu fortgeschritten sein. Dies behaupten jedenfalls die Quellen der Financial Times, die davon ausgehen, dass der Großteil der potenziellen Abnehmer aus der Industrie derzeit ältere Fertigungstechnologien mit größerer Strukturbreite nutzt.
Intel will bis Ende des Jahres 2021 zusammen mit der Politik eine Entscheidung darüber treffen, wo und wie die Investitionen in die Chipfertigung in Europa durch den Konzern platziert werden können. Sowohl Deutschland als auch Belgien, Frankreich und die Niederlande kommen dabei nach bisherigem Stand als Standorte in Frage.
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