Mehr als 100 deutsche Behörden fangen sich Erpressungssoftware ein
Wie steht es um den Schutz von Behörden vor Erpressungstrojanern? Nach aktueller Recherche sehr schlecht. In Deutschland sind unzählige Fälle bekannt, in denen Behörden Opfer von digitaler Erpressung wurden. Koordinierte Bemühungen zur Abwehr fehlen vollständig.
Und genau hier liegt auch das Problem: Die Bundesregierung steht, was die Fallzahlen betrifft, vollständig im Dunkeln. Auf Länderebene können Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hessen nur unzureichende Zahlen liefern, wie oft Behörden Opfer solcher Erpressungsversuche geworden waren. "Auch die kommunalen Spitzenverbände haben keinen systematischen Überblick über die Zahl der Vorfälle", so der BR in seinem Bericht.
Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht beim Umgang mit Ransomware in Behörden der Länder extremen Nachholbedarf. "Es stellt sich die Frage, wie schnellstmöglich die notwendige Unterstützung zur Prävention von Ransomware-Angriffen in jede Kommune kommt", heißt es auf Anfrage von BR und "Zeit Online". Diese Formulierung macht aber auch klar: Eine Antwort auf diese Frage ist vorerst wohl nicht in Sicht.
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In ganz Deutschland wurden schon über 100 Behörden erpresst
Wie BR und Zeit Online laut Tagesschau ermittelt haben, konnten in den letzten sechs Jahren mehr als 100 Fälle von Ransomware-Befall in Behörden registriert werden. Demnach kam es von Kommunalverwaltungen bis hin zu staatlichen Stellen in den beschriebenen Fällen zu einer teilweisen oder vollständigen Verschlüsselung von IT-Systemen. Der Rechercheverbund hatte für die Ermittlung der Zahlen die Innenministerien der Länder und des Bundes befragt.
Und genau hier liegt auch das Problem: Die Bundesregierung steht, was die Fallzahlen betrifft, vollständig im Dunkeln. Auf Länderebene können Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hessen nur unzureichende Zahlen liefern, wie oft Behörden Opfer solcher Erpressungsversuche geworden waren. "Auch die kommunalen Spitzenverbände haben keinen systematischen Überblick über die Zahl der Vorfälle", so der BR in seinem Bericht.
Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht beim Umgang mit Ransomware in Behörden der Länder extremen Nachholbedarf. "Es stellt sich die Frage, wie schnellstmöglich die notwendige Unterstützung zur Prävention von Ransomware-Angriffen in jede Kommune kommt", heißt es auf Anfrage von BR und "Zeit Online". Diese Formulierung macht aber auch klar: Eine Antwort auf diese Frage ist vorerst wohl nicht in Sicht.
Von Großstadt bis Gemeinde
Die Umfrage gibt aber trotzdem einen Ausblick darauf, wie weitreichend der Befall mit Ransomware in deutschen Behörden ist. So sind laut BR "die Landtage von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, Schulen, Polizeidienststellen, Landesministerien, Universitäten und Krankenhäuser" Opfer von Erpressungsversuchen geworden. Auch die Kommunalverwaltungen von Großstädten wie Frankfurt am Main, Städten wie Neustadt am Rübenberge in Niedersachsen bis hin zu kleinen Gemeinden wie Kammeltal waren betroffen.Download CryptoSearch - Durch Ransomware verschlüsselte Dateien finden
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