PC-Firmen werben mit Recycling-Plastik - der Grund ist aber nicht Öko
Eine ganze Reihe von PC-Herstellern scheint in den vergangenen Monaten beim Einsatz von Plastik ein ökologisches Gewissen entwickelt zu haben. Der Trend zu Recycling-Materialien wird allerdings vor allem durch Material-Engpässe vorangetrieben.
In der jüngsten Zeit haben gleich mehrere große PC-Hersteller den verstärkten Einsatz wiederverwendeter Kunststoffe in ihren Systemen im Marketing herausgestellt. Acer bringt beispielsweise eine ganze Produkt-Serie, die Recycling-Plastik nutzt. Lenovo verwies darauf, dass man schon seit einiger Zeit in jedem Jahr Millionen Kilogramm Kunststoff wiederverwertet. Und Dell will bis 2030 erreichen, dass seine Produkte zu mindestens 50 Prozent aus wiederverwerteten Rohstoffen bestehen.
Ein solches Umweltbewusstsein kommt bei den Verbrauchern in der Regel gut an und wird in der Werbung entsprechend herausgestellt. Wie aus einem Bericht des britischen Magazins The Register hervorgeht, ist den Herstellern aber keineswegs plötzlich ein großes Verantwortungsbewusstsein gewachsen. Vielmehr geht ohne Recycling-Materialien derzeit kaum noch etwas.
Die Ursachen für die Probleme sind auch hier vielfältig. Neben den Auswirkungen der Corona-Krise haben beispielsweise in den USA die Wintereinbrüche in den südlichen Bundesstaaten gravierende Folgen nach sich gezogen. Fabriken mit einer Jahresproduktion von rund 7 Millionen Tonnen Kunststoff mussten hier beispielsweise für zwei Wochen schließen. Und diese Rohstoff-Knappheit ist der eigentliche Auslöser des grünen Marketings, mit dem die Hersteller sich zu profilieren versuchen.
Ein solches Umweltbewusstsein kommt bei den Verbrauchern in der Regel gut an und wird in der Werbung entsprechend herausgestellt. Wie aus einem Bericht des britischen Magazins The Register hervorgeht, ist den Herstellern aber keineswegs plötzlich ein großes Verantwortungsbewusstsein gewachsen. Vielmehr geht ohne Recycling-Materialien derzeit kaum noch etwas.
Vielfältige Ursachen
Weltweit haben derzeit viele Branchen mit Engpässen zu kämpfen - überall sind Chips knapp, der Baubranche fehlt Holz, anderswo gibt es nicht genug Stahl. Und die IT-Branche hat auch mit Engpässen bei Kunststoffen zu kämpfen, so dass ohne den Rückgriff auf wiederverwertete Materialien wenig geht. Benötigt wird Plastik hier in verschiedenen Variationen zur Herstellung von Leiterplatten, als Verpackung von Chips, für die Isolierung von Kabeln und zur Produktion zahlloser anderer Komponenten.Die Ursachen für die Probleme sind auch hier vielfältig. Neben den Auswirkungen der Corona-Krise haben beispielsweise in den USA die Wintereinbrüche in den südlichen Bundesstaaten gravierende Folgen nach sich gezogen. Fabriken mit einer Jahresproduktion von rund 7 Millionen Tonnen Kunststoff mussten hier beispielsweise für zwei Wochen schließen. Und diese Rohstoff-Knappheit ist der eigentliche Auslöser des grünen Marketings, mit dem die Hersteller sich zu profilieren versuchen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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