Google steckt in der Zwickmühle:
Cookiepocalypse vorerst verschoben
Google wird in seinem Browser Tracking-Cookies länger akzeptieren, als bisher geplant. Dies liegt schlicht daran, dass sich das Unternehmen in eine wirklich komplizierte Lage manövriert hat, die ihm nun auf die Füße fallen kann.
Google hatte ursprünglich angekündigt, ab dem kommenden Jahr keine Cookies von Drittanbietern mehr im Chrome zuzulassen. Diese werden überwiegend von Werbenetzwerken gesetzt, die Anwender über mehrere Seiten hinweg verfolgen wollen, um mehr über deren Interessen herauszufinden und sie längere Zeit mit möglichst passender Werbung zu versorgen.
Wie das Unternehmen nun aber mitteilte, werde man die vorgesehene dreimonatige Übergangsfrist erst Mitte 2023 starten lassen. Die etwas ungewöhnliche Begründung hierfür lautet, dass dies den andauernden Gesprächen mit der britischen Wettbewerbsbehörde CMA geschuldet sei.
So kann schnell der Eindruck entstehen, dass man die marktbeherrschende Position des Chrome ausnutzt, um konkurrierenden Anzeigen-Vermarktern die Geschäfte zu erschweren. Angesichts dessen, dass der Konzern ohnehin schon in diversen Regionen wegen des Verdachts auf Verletzungen des Wettbewerbsrechts zum Gegenstand von Ermittlungen geworden ist, sieht man sich hier nun gezwungen, extrem vorsichtig vorzugehen.
Das aber kann sich wiederum für den Chrome zum Problem entwickeln. Denn das Ansehen des Browsers könnte durchaus Schaden nehmen, wenn der Eindruck entsteht, dass Google die Nutzer wesentlich weniger vor dem Werbe-Tracking schützt als die anderen Anbieter. Unabhängig von den realen Gegebenheiten kann dies zum Verlust von Marktanteilen führen.
Siehe auch: Chrome verbessert Privatsphäre, ändert Umgang mit Tracking-Cookies
Wie das Unternehmen nun aber mitteilte, werde man die vorgesehene dreimonatige Übergangsfrist erst Mitte 2023 starten lassen. Die etwas ungewöhnliche Begründung hierfür lautet, dass dies den andauernden Gesprächen mit der britischen Wettbewerbsbehörde CMA geschuldet sei.
Zerreißprobe möglich
Dies zeigt, in welch schwieriger Lage Google inzwischen ist. Auf der einen Seite macht die Konkurrenz Druck und bietet den Nutzern bereits weitgehende Möglichkeiten, Tracking-Cookies zu blockieren. Google würde gern folgen, hat aber auf der anderen Seite den marktführenden Browser im Angebot und betreibt eines der größten Online-Werbenetzwerke der Welt.So kann schnell der Eindruck entstehen, dass man die marktbeherrschende Position des Chrome ausnutzt, um konkurrierenden Anzeigen-Vermarktern die Geschäfte zu erschweren. Angesichts dessen, dass der Konzern ohnehin schon in diversen Regionen wegen des Verdachts auf Verletzungen des Wettbewerbsrechts zum Gegenstand von Ermittlungen geworden ist, sieht man sich hier nun gezwungen, extrem vorsichtig vorzugehen.
Das aber kann sich wiederum für den Chrome zum Problem entwickeln. Denn das Ansehen des Browsers könnte durchaus Schaden nehmen, wenn der Eindruck entsteht, dass Google die Nutzer wesentlich weniger vor dem Werbe-Tracking schützt als die anderen Anbieter. Unabhängig von den realen Gegebenheiten kann dies zum Verlust von Marktanteilen führen.
Siehe auch: Chrome verbessert Privatsphäre, ändert Umgang mit Tracking-Cookies
Thema:
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