Wissenschaftliche Arbeit eingestellt:
Hubble kämpft gegen Verschleiß

Hubble ist altersschwach und muss immer öfter eine Pause einlegen. Nachdem es zuletzt mit der Navigation Probleme gegeben hatte, mussten jetzt wegen eines Computer-Ausfalls alle wissenschaftlichen Arbeiten eingestellt werden. Der Fehler wird in einem Speichermodul vermutet.
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Nasa

Mal wieder muss Hubble abgeschaltet werden, um einen Fehler zu analysieren

Die Hardware, die in Weltraumtechnik zum Einsatz kommt, ist extrem robust und für eine Vielzahl von andauernden Belastungen wie die deutlich erhöhte Strahlung im All ausgelegt. Doch je länger der Einsatz, desto stärker nagt auch der kosmische Zahn der Zeit an diesen Bauteilen. Ein Paradebeispiel und damit auch gutes Testbett für diese Entwicklung ist das Hubble-Weltraumteleskop, das seit April 1990 um die Erde kreist. Nachdem zuletzt 2009 eine Service-Mission durchgeführt worden war, läuft der Liebling der optischen Sternbeobachtung auf Verschleiß - der sich jetzt einmal mehr deutlich zeigt. Hubble wird 30 Jahre altAktuell nicht aktiv: Hubble muss einmal mehr auf Backups umschalten Wie die NASA berichtet, musste man am 13. Juni feststellen, dass das "NASA Standard Spacecraft Computer-1 (NSSC-1) System", entwickelt in den 1980er-Jahren, seinen Dienst versagt hatte. Der Nutzlast-Rechner koordiniert alle wissenschaftlichen Systeme an Bord von Hubble, ist also maßgeblich für die Arbeit des Teleskops. "Nach der Unterbrechung am Sonntag empfing der Hauptcomputer kein "Keep-Alive"-Signal mehr, ein Standard-Handshake zwischen dem Nutzlast- und dem Hauptcomputer des Raumfahrzeugs, der anzeigt, dass alles in Ordnung ist", so die beteiligten Entwickler.

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Bleibt dieses Signal aus, schaltet der Hauptcomputer automatisch alle wissenschaftlichen Systeme in eine Safe-Mode-Konfiguration. Das zuständige Personal des Kontrollzentrums im Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland hatte dann am Montag, dem 14. Juni, einen bewährten Trick probiert: einen Computerneustart. Allerdings musste man dieses Mal feststellen, dass sich das Problem so nicht lösen ließ.

Das Übel liegt im Speichermodul

Eine anschließende Analyse liefert einen Hinweis darauf, dass Hubbles aktuelles Problem auf ein altersschwaches Speichermodul zurückzuführen ist. Doch hier zeigt sich einmal mehr, dass die Konstrukteure schon vor Jahrzehnten genau solche Szenarien vorausgesehen hatten: "Das Modul verfügt über verschiedene Redundanz-Stufen, die bei Bedarf zugeschaltet werden können, um als primäres System zu dienen." Genau diese Zuschaltung soll Hubble jetzt einmal mehr in den Normalzustand zurückkehren lassen.

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie das Hubble-Team kritische Probleme dank guter Vorbereitung der Konstrukteure und kreativer Lösungsansätze aus der Welt schafft. Die zunehmende Schlagzahl, mit der das Hubble Probleme vermeldet, macht aber auch sehr deutlich, dass das Weltraumteleskop immer klarer auf die letzte Abschaltung zusteuert.
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