Computerbetrug & Hehlerei:
Großeinsatz gegen "GermanRefundCrew"
Unter dem Namen "GermanRefundCrew" sollen sie Computerbetrug und Datenhehlerei als Serviceleistung angeboten haben, jetzt schlägt der Strafverfolgungsapparat mit voller Härte zu. Das Bundeskriminalamt (BKA) geht in einer großangelegten Aktion gegen weitere Hinterleute vor.
"Die Beschuldigten stehen im Verdacht, gewerbs- und bandenmäßig die Durchführung sogenannter Refund-Betrugstaten in der Telegram-Gruppe "GermanRefundCrew" angeboten und letztendlich über 600 solcher Betrugstaten begangen zu haben", so das BKA in seiner Bekanntgabe. Die Einsätze in Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatten dabei auch das Ziel, Beweismittel sicherzustellen - mit großem Erfolg: "zahlreiche Smartphones und andere digitale Beweismittel, betrügerisch erlangte Waren sowie Bargeld und Kryptowährungen" wurden von den Beamten sichergestellt.
Für die Hinterleute aber wohl mit am gravierendsten: Den Strafverfolger ist es offenbar auch gelungen, sechs Telegram-Accounts zu übernehmen und deren Inhalte zu sichern. Hier kann vermutet werden, dass strafrechtlich relevante Kommunikation zwischen den Beschuldigten ins Netz der Ermittler gelang sein dürfte.
Die Schlinge zieht sich wohl weiter zu
Es ist ein weiterer Schlag der auf vorangegangenen Ermittlungserfolgen basiert: Wie das BKA mitteilt, hat man in einem Großeinsatz am 18.05.2021 insgesamt sieben Objekte in vier Bundesländern durchsucht - der Anstoß kam dabei von der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB). Die Strafverfolger richten ihre Maßnahmen gegen sieben Männer im Alter von 20 bis 37 Jahren, die alle mit der Betrugsmasche rund um die "GermanRefundCrew" in Verbindung gebracht werden. Infografik: Retouren im deutschen Online-Handel
"Die Beschuldigten stehen im Verdacht, gewerbs- und bandenmäßig die Durchführung sogenannter Refund-Betrugstaten in der Telegram-Gruppe "GermanRefundCrew" angeboten und letztendlich über 600 solcher Betrugstaten begangen zu haben", so das BKA in seiner Bekanntgabe. Die Einsätze in Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatten dabei auch das Ziel, Beweismittel sicherzustellen - mit großem Erfolg: "zahlreiche Smartphones und andere digitale Beweismittel, betrügerisch erlangte Waren sowie Bargeld und Kryptowährungen" wurden von den Beamten sichergestellt.
Für die Hinterleute aber wohl mit am gravierendsten: Den Strafverfolger ist es offenbar auch gelungen, sechs Telegram-Accounts zu übernehmen und deren Inhalte zu sichern. Hier kann vermutet werden, dass strafrechtlich relevante Kommunikation zwischen den Beschuldigten ins Netz der Ermittler gelang sein dürfte.
Schon seit Oktober
Der erste Schlag gegen die "GermanRefundCrew" war dabei schon im Oktober letzten Jahres erfolgt. Bei einem bundesweiten Einsatz waren die Wohnräume der Hauptverdächtigen durchsucht und im Anschluss die entsprechende Telegram-Gruppe geschlossen worden. "Die weiteren Ermittlungen führten die Strafverfolgungsbehörden auf die Spur der sieben Männer", so das BKA. Den Gesamtschaden, den die professionellen Refund-Betrüger mit ihren Taten verursacht haben, beziffert man auf über 500.000 Euro.Siehe auch:
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