Rückerstattungsbetrug: Massive Schäden, Ermittler haben erste Erfolge
Betrüger kommen im ersten Schritt bei den Online-Händlern inzwischen nicht mehr besonders weit - daher setzen sie auf recht kreative Methoden, um die Anbieter bei der Rücksendung und Rückerstattung von Kaufpreisen übers Ohr zu hauen.
Immer häufiger täuschen vermeintliche Kunden eine erfolgreiche Rücksendung vor, um ein Produkt am Ende kostenlos behalten zu können. In vielen Fällen bleibt dies auch noch ohne Konsequenzen. Denn teilweise hüllen sich die Online-Händler in Schweigen und verbuchen Verluste aus dieser Masche als üblichen Schwund. Das führt allerdings dazu, dass es kaum möglich ist, gegen die Betrüger vorzugehen - die Behörden wissen schlicht nichts und Geräte-Hersteller können auch keine Sperrungen vornehmen.
Manchmal ist es aber auch anders, wie ein Bericht des Magazins c't zeigt. Dessen Redaktion hat über mehrere Monate hinweg zu dem so genannten Rückerstattungsbetrug recherchiert. Im Zuge dessen beobachtete man auch die Aktivitäten der so genannten German Refund Crew, die über einen Telegram-Kanal organisiert war. Dem Bundeskriminalamt gelang es dann im Oktober, gegen die Gruppe vorzugehen und den Channel außer Betrieb zu nehmen.
In der kommenden Zeit dürfte es daher zu einer ganzen Reihe von Anklagen kommen, die sich rund um den Straftatbestand des Betruges drehen. Hier sind Versuch, Anstiftung und Mittäterschaft ebenso strafbar, so dass die Behörden vielfältige Möglichkeiten haben, gegen die Beschuldigten vorzugehen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass insbesondere die Nutzer der Tipps für ihre einzelnen Taten ins Gefängnis müssen, vielfach wird es aber wohl zu Bewährungsstrafen kommen, die dann im Führungszeugnis stehen und beispielsweise die Suche nach einem Job nicht gerade erleichtern.
Manchmal ist es aber auch anders, wie ein Bericht des Magazins c't zeigt. Dessen Redaktion hat über mehrere Monate hinweg zu dem so genannten Rückerstattungsbetrug recherchiert. Im Zuge dessen beobachtete man auch die Aktivitäten der so genannten German Refund Crew, die über einen Telegram-Kanal organisiert war. Dem Bundeskriminalamt gelang es dann im Oktober, gegen die Gruppe vorzugehen und den Channel außer Betrieb zu nehmen.
Ermittler sind aktiv
Seitens der German Refund Crew wurden Käufer quasi beraten, wie sie letztlich beispielsweise kostenlos über eine Rückgabe-Masche an ein iPhone kommen. Die Betreiber des Kanals kassierten dafür eine Gebühr und sammelten zusätzlich Daten ihrer "Kunden", um notfalls ein Druckmittel in der Hand zu haben. Diese Datensammlung ist den Ermittlern offenbar auch in die Hände gefallen und sie wollen nun auch gegen die Kunden der Betrugsberater vorgehen.In der kommenden Zeit dürfte es daher zu einer ganzen Reihe von Anklagen kommen, die sich rund um den Straftatbestand des Betruges drehen. Hier sind Versuch, Anstiftung und Mittäterschaft ebenso strafbar, so dass die Behörden vielfältige Möglichkeiten haben, gegen die Beschuldigten vorzugehen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass insbesondere die Nutzer der Tipps für ihre einzelnen Taten ins Gefängnis müssen, vielfach wird es aber wohl zu Bewährungsstrafen kommen, die dann im Führungszeugnis stehen und beispielsweise die Suche nach einem Job nicht gerade erleichtern.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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