Senioren-Abzocke: Datenhändler zahlt für Werbe-Betrug Millionenstrafe

Apple, Sicherheit, Datenschutz, überwachung, Macbook, Macbook Air, Spyware Bildquelle: prettysleepy1/CC0 Internet, Betrug, Spam, Phishing, Abzocke Bildquelle: betacontinua / Flickr
Es ist eine perfide Form der Spezialisierung: In den USA hatte ein Daten­händler gezielt Informationen zu Senioren angeboten. Jetzt muss das Un­ter­nehmen eine Millionenstrafe zahlen. Das Vergehen: Beihilfe zum Betrug - bevorzugt alter Menschen - durch falsche Gewinnspiele.

Ganz gezielt Senioren mit Betrugs-Nachrichten zuspammen

Epsilon Data Management ist im Markt der Marketing-Unternehmen ein echtes Schwerge­wicht. Wie das Justizministerium in den USA laut heise mitteilt, hat das Unternehmen aus Te­xas jetzt einer Strafzahlung von 150 Millionen US-Dollar zugestimmt. Dabei wurden ge­wich­ti­ge Vorwürfe erhoben: Epsilon Data soll seit 2007 bis mindestens 2018 ein Ge­schäfts­mo­dell daraus gemacht haben, die Daten für die gezielte Zustellung von be­trü­ge­ri­schen Wer­be­sen­dun­gen an Senioren zur Verfügung zu stellen.


Wie aus der Meldung hervorgeht, sind aktuell rund 30 Millionen Haushalte bekannt, die auf diese Weise Zusendungen mit Betrugsabsicht erhalten haben. Die Hintermänner bemühen alte Tricks wie das Vorgaukeln einer Gewinnauszahlung bei Entrichtung einer Bear­bei­tungs­ge­bühr. Laut dem US-Justizministerium reichten die Brief-Kampagnen aber auch von Wahr­sa­ger-Dien­sten bis zum gefälschten Antrag für Förderungen durch die Regierung.

Die Plumpheit der Maschen setzt für die Hintermänner natürlich voraus, gezielt auf besonders gutgläubige Opfer abzuzielen. Epsilon Data hatte hier unter der Kategorie "opportunity see­kers", zu deutsch Gelegenheits-Jäger, eine Einordnung von Daten zu Kunden vor­ge­nom­men, die man als besonders leicht zu übervorteilen ansah.

Neuer Anfang mit neuem Besitzer

Zum Verhängnis waren Epsilon Data am Ende interne E-Mails geworden, die in die Hände der Ankläger geraten waren. Hier hatten Manager unter anderem darüber gescherzt, dass ein Käufer von Adressdaten ohne entsprechende Firma diese wohl zu illegalen Zwecken gekauft habe und deshalb schon verhaftet worden sei. Jeder Versuch der Leugnung des Un­ter­neh­mens, wissentlich von dem Da­ten­ver­kauf pro­fi­tiert zu haben, war damit schwer möglich.

Mit der Einigung mit den US-Strafverfolgern will Epsilon Data Management nach eigener Aus­sa­ge den Versuch unternehmen, dieses dunkle Kapitel der Firmengeschichte hinter sich zu lassen. Seit 2019 hat das Unternehmen einen neuen Besitzer. Knapp 128 Millionen US-Dollar der vereinbarten Summe gehen jetzt direkt an die Opfer, 22,5 Millionen US-Dollar sind als Strafzahlung vorgesehen. Internet, Betrug, Spam, Phishing, Abzocke Internet, Betrug, Spam, Phishing, Abzocke betacontinua / Flickr
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