Google schob kurz vor Schluss noch Milliarden durch Steuer-Oasen

Bevor in Irland neue steuerrechtliche Gesetze Gültigkeit erlangen und Google sein internes Finanzsystem umstellte, hat das Unternehmen noch einmal hohe Summen durch die Steuervermeidungs-Systeme geschleust. Das geht aus einem Bericht der Irish Times hervor. Demnach soll Google im Jahr 2019 noch einmal 63 Milliarden Euro durch das System geleitet haben, das unter der Bezeichnung "Double Irish With a Dutch Sandwich" Schlagzeilen machte. Dabei geht es darum, dass überschüssige Gelder aus dem Tagesgeschäft eines in Irland tätigen Unternehmens als Lizenzgebühren über eine Schwesterfirma in den Niederlanden zurück zu einer weiteren Schwestergesellschaft in Irland geleitet werden, wobei letztere ihren offiziellen Sitz in einem Briefkasten auf den Bahamas hat.

Dieses Konstrukt sorgte lange dafür, dass die Unternehmen quasi steuerfrei ein äußerst profitables Geschäft führen konnten. Seit Jahren wuchs aber der Druck, die Steuergesetzgebung so zu ändern, dass dies nicht mehr möglich ist. Und die irische Regierung reagierte auch: Bereits seit 2015 ist die Möglichkeit solcher Geldverschiebungen eigentlich nicht mehr möglich - für Bestandsunternehmen gab es aber eine Übergangsfrist bis 2020. Als sich zusätzlich auch noch in den USA Regelungen änderten, baute Google dann schon im vergangenen Jahr seine Finanzstruktur um.

Wir zahlen doch Steuern!

Von da an wird das Unternehmen deutlich mehr Steuern auf die Gewinne bezahlen, die der Konzern in Europa generiert. Bevor dies geschieht, wurden aber eben noch einmal diverse Gelder, die teils schon aus den vorhergehenden Jahren stammten, durch den genannten Steuertrick verschoben. Der genannte Betrag überstieg die Überschüsse, die in den Bilanzen ausgewiesen wurden, deutlich - es handelte sich also nicht ausschließlich um Gelder aus dem Geschäft des Jahres 2019.

Auf Nachfrage durch die irischen Kollegen ging Google nicht genauer auf die Beträge ein. Stattdessen erklärte eine Konzernsprecherin noch einmal, dass man ja nun Änderungen herbeigeführt habe. Eine Sprecherin verwies außerdem darauf, dass man im Gesamtkonzern mit einer effektiven Steuerquote von 20 Prozent arbeite, wobei 80 Prozent der Abgaben in den USA entrichtet würden.

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