Pickle Robots kann chaotische Paket-Stapel extrem flink entladen

Ein neu entwickelter Roboter kann chaotisch gepackte LKW voller Pakete extrem schnell entpacken. Dadurch lassen sich in den immer wichtiger werdenden Logistik-Zentren menschliche Mitarbeiter stark entlasten und Prozesse noch weiter beschleunigen.
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Das Entladen von Transportfahrzeugen wurde schon mehrfach demonstriert - allerdings ar­bei­te­te man dabei in der Regel mit ordentlichen Stapeln recht gleichförmiger Pakete. In der Praxis sehen die Paketlieferungen aber völlig anders aus: Hier sind Pappkisten unter­schied­lichs­ter Größenordnungen und Farben wild durcheinander gestapelt und es ist für ein au­to­ma­ti­sier­tes System nicht gerade einfach, die richtige Reihenfolge beim Ent­pa­cken zu er­ken­nen, damit es beispielsweise nicht zu einer rutschenden oder umstürzenden Restladung kommt.

Dieses Problem hat man beim Unternehmen Pickle Robots nun aber gelöst. Das Ergebnis ist ein Roboter namens Dill, der die Aufgabe wesentlich besser und schneller erledigen kann als ein menschlicher Mitarbeiter im Logistik-Unternehmen. Dieser schafft nämlich in Höchstform um die 800 Pakete pro Stunde. Der Roboter kann hingegen aktuell 1800 Pakete pro Stunde aus einem LKW räumen.

Pickle Robots: Entladeroboter Dill in Aktion

Es geht noch mehr

Das System besteht im Kern aus einem klassischen Industrie-Roboter-Arm mit einer Ansaug-Halterung für die Pakete. Zwei Intel L515s, das sind Kameras mit integriertem Lidar-System, sorgen für die Erfassung des LKW-Inhalts. Das ganze System ist auf einem fahrbaren Untersatz montiert, den man flexibel an der Laderampe platzieren kann.

In dem Demo-Video der Entwickler ist zu er­ken­nen, dass der Roboter manchmal kurz ins Stocken gerät. Dies kommt lauf Andrew Meyer, Chef von Pickle Robots, dann vor, wenn der Saug­grei­fer das Paket nicht richtig zu fassen bekommt, weil er beispielsweise aufgrund der Größe von einem anderen Gewicht ausging. Hier bieten sich noch Optionen zur Optimierung des gesamten Systems, wodurch sich die Leistung womöglich noch ausbauen lässt.

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