LG verkauft sein Smartphone-Know-how an einen bekannten Patenttroll

Das Ende der Mobilfunksparte von LG ist beschlossen. Nach erfolglosen Verkaufs-Versuchen schickt sich das Unternehmen an, das Know-how zu Geld zu machen. Ein Patent-Paket geht jetzt an einen bekannten Patent-Troll, mit dem man selber schon Ärger hatte.

LG verkauft an den Patent-Troll, mit dem man selber Ärger hat

Vor wenigen Tagen konnten wir darüber berichten, dass LG den Ausstieg aus der Entwick­lung und dem Verkauf von Mobilfunktelefonen beschlossen hat - keine große Überraschung, waren der offiziellen Meldung zum Ende der "kostenintensiven" Sparte doch Monate voller Gerüchte vorausgegangen. Jetzt zeigt sich, dass man bei LG sozusagen noch das Tafelsilber der Sparte zu Geld machen will. Wie das Branchenmagazin The Elec (via heise) aus Südkorea schreibt, hat die LG-Tochter Innotek im Februar 123 in den USA registrierte Patente an eine in Irland ansässige Non-Practicing Entity (NPE) verkauft.


Ein Blick auf den Geschäftspartner, den sich LG hier ausgesucht hat, gibt dabei einen klaren Hinweis, was in Zukunft wohl mit den Patenten geschehen wird. Käufer ist Scramoge Technology, das ist wiederum Teil von Atlantic IP Services. Dabei handelt es sich um ein bekanntes Unternehmen aus Dublin, das sich mit verschiedenen Tochterfirmen als Patent-Troll im Technologie-Bereich schon einen Namen gemacht hat.

Und so kennen sich auch LG und Atlantic aus weniger freundlichen Zusammenhängen. So hatte ein Ableger Samsung und LG Electronics vor rund einem Jahr wegen Patentverletzungen verklagt, eine Einigung war erst im März dieses Jahres außergerichtlich erfolgt. Ähnliches hatte sich auch rund um LGs OLED-Geschäft abgespielt, wo der Atlantic-Ableger Solas OLED mit Patentklagen Geld erstritten hatte.

Es geht um drahtloses Laden

Wie aus den Unterlagen beim zuständigen United States Patent and Trademark Office hervorgeht, enthält das jetzt verkaufte LG-Paket 95 bereits erteilte und 28 zur Erteilung eingereichte Patente, die sich fast ausnahmslos dem Thema drahtloses Laden widmen. Es ist zu erwarten, dass man mit dieser Patent-Munition jetzt im rasant wachsenden Markt für Wireless-Charging Kasse machen will.

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