Förderprogramm startet: 300 Mio. Euro für Ladeinfrastruktur vor Ort
Der Bund wird die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit weiteren Maßnahmen fördern. Dazu gehört ein neues Förderprogramm, bei dem 300 Millionen Euro für kleinere und mittlere Unternehmen bereitstehen, die vor Ort Ladestationen aufbauen wollen.
Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die 900-Euro-Förderung für private Ladestationen gestartet. Nun folgt ein weiterer Fördertopf, aus dem kleinere und mittlere Unternehmen bis zu 16.000 Euro oder 80 Prozent der Investition pro Ladepunkt erhalten können. Die höchste Förderstufe ist für den Anschluss an Mittelspannung in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten oder maximal 100.000 Euro Förderung pro Standort vorgesehen.
"Wir bauen die Ladeinfrastruktur dort auf, wo sie im Alltag gebraucht wird und das ist bei den Menschen 'vor Ort' - an Supermärkten, Hotels, Restaurants, Schwimmbädern oder Sportplätzen", so Bundesminister Andreas Scheuer. "Damit unterstützen wir eine Lösung für all die Menschen, die weder Zuhause noch beim Arbeitgeber laden können. Mit den 300 Millionen Euro Förderung bringen wir noch mehr Lademöglichkeiten genau dorthin, wo die Autos ohnehin schon parken."
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Weiteres Förderprogramm kommt
Die Förderanträge können ab dem 12. April bis Ende des Jahres gestellt werden - realisiert werden müssen die Projekte dann bis Ende 2022. Ansprechen will der Bund damit Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes sowie kleine Stadtwerke und kommunale Gebietskörperschaften. Dabei werden bis zu 80 Prozent der Investitionskosten übernommen und im "Windhundverfahren" bewilligt. Ein weiteres Förderprogramm mit 350 Millionen Euro für gewerbliches Laden bei Flottenanwendungen und für Beschäftigte ist für den Sommer geplant."Wir bauen die Ladeinfrastruktur dort auf, wo sie im Alltag gebraucht wird und das ist bei den Menschen 'vor Ort' - an Supermärkten, Hotels, Restaurants, Schwimmbädern oder Sportplätzen", so Bundesminister Andreas Scheuer. "Damit unterstützen wir eine Lösung für all die Menschen, die weder Zuhause noch beim Arbeitgeber laden können. Mit den 300 Millionen Euro Förderung bringen wir noch mehr Lademöglichkeiten genau dorthin, wo die Autos ohnehin schon parken."
Diese Förderungen gibt es:
- Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.
- Förderfähig sind nur KMU (auch kommunale Unternehmen) nach der EU-Definition und Gebietskörperschaften, welche den maximalen Fördergesamtbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen.
- Gefördert wird:
- der Kauf von Normalladeinfrastruktur (AC und DC) (3,7 kW bis 22 kW) mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, maximal 4.000 Euro pro Ladepunkt,
- der Kauf von Schnellladeinfrastruktur (DC) von 22 kW bis maximal 50 kW bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, maximal 16.000 Euro pro Ladepunkt,
- der Anschluss an Niederspannung inklusive Installations- und Aufbaukosten in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten, maximal 10.000 Euro Förderung pro Standort, der Anschluss an Mittelspannung in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten, maximal 100.000 Euro Förderung pro Standort.
- Eine Förderung der Kombination mit Pufferspeicher ist ebenfalls möglich (maximaler Förderbetrag ist analog zum dazugehörigen Netzanschluss).
- Bei beschränkter Zugänglichkeit des Ladepunktes (Öffnungszeiten: mindestens 12/6) erfolgt eine Absenkung der Förderhöhe auf 50 Prozent der Förderung.
- Die geförderten Ladepunkte müssen vertragsbasiertes Laden, Roaming und Ad-hoc-Laden ermöglichen.
- Verpflichtend ist Strom aus erneuerbaren Energien.
- Realisiert werden muss die Ladeinfrastruktur bis zum 31.12.2022.
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