Google zieht kleinlaut zurück: Zensur-Streit mit Titanic beigelegt

Frau, Schmerz, Angst Bildquelle: Sebastian Wallroth (CC BY 2.0) Frau, Schmerz, Angst Bildquelle: Sebastian Wallroth (CC BY 2.0)
Google hatte vom Satiremagazin Titanic nicht weniger als Zensur nach eigenen Moralvorstellungen gefordert und die Android-App blockiert. Nach einem öffentlichen Aufschrei zieht man jetzt aber kleinlaut zurück und entschuldigt sich. Titanic nimmt es mit Humor.

Entblößte Hinterteile und Genitalien sind jetzt doch in Ordnung für Google

Seit Ende letzten Jahres rumort es zwischen Google und Titanic, das sein Magazin seit 2014 auch als Android-App über den Playstore vertreibt. Ende Februar hatte Google die Situation eskalieren lassen und die App gesperrt, was eine weitere Verteilung von Auflagen auf diesem Weg unmöglich gemacht hatte. Die ungehörige Forderung des Konzerns: Provokante Titelbilder sollten gelöscht werden - wir hatten unter der Überschrift Cover mit Papst & Genitalien berichtet. Titanic hatte mit einer klaren Absage und dem Ausstieg aus dem Playstore geantwortet und viel Rückenwind aus der Gesellschaft erhalten.

Wie sich zeigt, hat man bei Google jetzt wohl ein Einsehen, dass der Zensur-Versuch in dieser Form deutlich über das Ziel hinausgeschossen war. Das Unternehmen schreibt auf dem offiziellen deutschen Twitter-Account: "Wir sagen sorry (...). Humor und Satire dürfen nicht untergehen - schon gar nicht in Deutschland." Flankiert wird diese Entschuldigung mit einem Comic, darauf hält ein nackter Mann eine Titanic mit der Aufschrift "Google zieht Blank und sagt Sorry!" Eine Erklärung zu den Vorgängen bleibt der Konzern aber schuldig.

Titanic nimmt es mit Humor

Die Redaktion von Titanic wird ihrer Berufsbeschreibung gerecht und nimmt die Zensur-Episode mit Google mit Humor. "Alle Titelbilder und Inhalte werden wie von uns verlangt wieder unzensiert angezeigt - wir vermuten, dass sich Google eine längere Sperre für Titanic schlicht nicht mehr leisten konnte", so Chefredakteur Moritz Hürtgen. Es sei aber natürlich selbstverständlich, dass man Google weiter "genau und kritisch" beobachte. Frau, Schmerz, Angst Frau, Schmerz, Angst Sebastian Wallroth (CC BY 2.0)
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