Vom Flugzeug ins All: Virgin Orbit gelingt erstmals LauncherOne-Start

Satelliten von der Erde ins All zu schießen wird zwar dank Fort­schritten in der Raketentechnologie immer billiger, von günstig kann aber keine Rede sein. Die Idee von Virgin Orbit ist es, Raketen aus dem Flug­zeug ins All zu starten. Und das ist nun erstmals in der Praxis gelungen.
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Virgin Orbit
Im Mai des vergangenen Jahres hat Virgin Orbit einen ersten Startversuch einer Rakete mit dem Namen LauncherOne versucht. Diese befand sich unter einer der Tragflächen einer umge­bau­ten Boeing 747, allerdings musste der Start abgebrochen werden. Am Wochenende folgte der zweite Versuch und dieses Mal gelang er auch.

Die Mission mit dem Namen Launch Demo 2 flog nicht leer in den Orbit, sondern hatte zehn Kleinstsatelliten an Bord, diese waren Bestandteil eines Bildungsprogramms der NASA mit dem Namen !Educational Launch of Nanosatellites".

Virgin Orbit schrieb dazu auf Twitter: "Nutzlasten erfolgreich in unsere Zielumlaufbahn entlassen! Wir sind sehr, sehr stolz, sagen zu können, dass LauncherOne nun seine erste Mission ins All abgeschlossen hat und neun Cubesat-Missionen (Anmerkung: Eine der Missionen beinhaltete zwei Satelliten) für unsere Freunde von der NASA in den niedrigen Erdorbit befördert hat."

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Alles nach Plan abgelaufen

Laut einem weiteren Tweet sei alles absolut nach Plan über die Bühne gegangen, und zwar "von der sicheren Durchführung unserer Bodenoperationen bis hin zur erfolgreichen Zündung über die gesamte Dauer an beiden Triebwerken", so Virgin Orbit.

Die zweistufige Rakete LauncherOne hat eine Gesamtlänge von 21 Metern und ist in der Lage eine Nutzlast von rund 500 Kilogramm in den Orbit zu befördern. Unter der Tragfläche der Boeing 747 mit dem Namen Cosmic Girl wurde die Rakete auf eine Höhe 10.700 Meter geflogen. Dort wurde LauncherOne vom Flugzeug getrennt und die erste Stufe gezündet. Diese Zündung dauerte 45 Sekunden, danach wurde die zweite Stufe aktiviert und wenig später die Zielhöhe erreicht.
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