Online-Werbe-Branche dient vor allem ihrer Selbstbereicherung
Online-Werbung ist mal der Garant für gute und kostenlos zugängliche Inhalte, mal ein Ärgernis und mal ein Weg, neue Kundengruppen zu erschließen. Überwiegend ist es aber eine Gelddruck-Maschine für betrügerische Vermarktungs-Netzwerke.
Über viele Jahre gab es im Grunde gegenteilige Entwicklungen, die aus irgendeinem Grund kaum jemanden stutzig machten: Unternehmen verschoben immer größere Beträge von klassischen Werbeprogrammen in das Online-Marketing. Unterdessen mussten Betreiber von Webseiten immer mehr Anzeigen einbinden, um die sinkenden Erträge zu kompensieren. Aktuelle Recherchen machen nun deutlicher, was da passiert ist.
Laut einem Bericht des US-Magazins Forbes haben mehrere große Marken beobachtet, dass eine Senkung ihrer Ausgaben für das Online-Marketing gar keinen negativen Effekt auf ihr Geschäft hatte. Kleinere Unternehmen konnten sogar sehr viel mehr erreichen, wenn sie weniger Geld investierten und dafür genauer hinschauten, was damit geschah. Denn es zeigte sich, dass ein enormer Teil des Finanzvolumens in der Online-Werbebranche durch betrügerische Aktionen irgendwo in der Reklame-Industrie versickert - beziehungsweise in die Taschen der dort agierenden Leute wandert.
Aufmerksam wurde darauf unter anderem der Fahrten-Service Uber. Dieser wollte eigentlich dafür sorgen, dass die eigenen Anzeigen nicht mehr auf dem rechten US-Blog Breitbart auftauchten. Als das nicht wie gewünscht funktionierte, begann man tiefer zu bohren. Das Ergebnis besteht nun darin, dass man die eigenen Ausgaben für Online-Werbung von bisher rund 150 Millionen Dollar im Jahr um zwei Drittel reduzierte, ohne weniger Fahrtenbuchungen zu bekommen. Man hatte lediglich mit einem genaueren Blick auf die Zusammenarbeit mit Werbevermarktern dafür gesorgt, dass man weniger Geld an Betrüger zahlte.
Ähnliches wurde auch von deutlich kleineren Unternehmen berichtet. In einem Fall brachen zwar die Besuchsstatistiken auf der Webseite um 90 Prozent ein. Es blieben aber ohnehin fast nur Besucher weg, die ohnehin nichts kauften. Hier ist davon auszugehen, dass es sich überwiegend schlicht um Bots von Werbenetzwerken handelte, die Klicks simulierten, um die eigenen Umsätze zu steigern.
Ähnliche Beispiele gibt es auch von vielen anderen Unternehmen. Letztlich muss man wohl den Schluss ziehen, dass die Werbebranche zu einem nicht gerade kleinen Teil noch unseriöser ist, als man gemeinhin annimmt. Das schadet am Ende sowohl den Unternehmen, die ihr Geschäft mit Werbung voranbringen wollen, als auch den Online-Publikationen, die Werbeplätze vermarkten, und auch den Nutzern, die immer mehr Reklame vorgesetzt bekommen.
Laut einem Bericht des US-Magazins Forbes haben mehrere große Marken beobachtet, dass eine Senkung ihrer Ausgaben für das Online-Marketing gar keinen negativen Effekt auf ihr Geschäft hatte. Kleinere Unternehmen konnten sogar sehr viel mehr erreichen, wenn sie weniger Geld investierten und dafür genauer hinschauten, was damit geschah. Denn es zeigte sich, dass ein enormer Teil des Finanzvolumens in der Online-Werbebranche durch betrügerische Aktionen irgendwo in der Reklame-Industrie versickert - beziehungsweise in die Taschen der dort agierenden Leute wandert.
Ähnliches wurde auch von deutlich kleineren Unternehmen berichtet. In einem Fall brachen zwar die Besuchsstatistiken auf der Webseite um 90 Prozent ein. Es blieben aber ohnehin fast nur Besucher weg, die ohnehin nichts kauften. Hier ist davon auszugehen, dass es sich überwiegend schlicht um Bots von Werbenetzwerken handelte, die Klicks simulierten, um die eigenen Umsätze zu steigern.
Ähnliche Beispiele gibt es auch von vielen anderen Unternehmen. Letztlich muss man wohl den Schluss ziehen, dass die Werbebranche zu einem nicht gerade kleinen Teil noch unseriöser ist, als man gemeinhin annimmt. Das schadet am Ende sowohl den Unternehmen, die ihr Geschäft mit Werbung voranbringen wollen, als auch den Online-Publikationen, die Werbeplätze vermarkten, und auch den Nutzern, die immer mehr Reklame vorgesetzt bekommen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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