Threema-Chef über geplanten staatlichen Generalschlüssel:
"Unmöglich"
Seit der Bundestag sich mit der Maßgabe beschäftigt hat, dass der Staat eine Möglichkeit bekommen soll, bei Ende-zu-Ende-verschlüsselter Kommunikation mitlesen zu können, gibt es viel Kritik dazu. Nun haben sich auch die Macher von Threema zu dem Thema geäußert.
Die Bundesregierung hatte dazu bereits im Oktober die Weichen für eine Gesetzesnovelle zur Anpassung des Verfassungsschutzrechts gestellt. Auch die EU arbeitet an entsprechenden Vorgaben. Dahinter verbirgt sich die Erlaubnis für Geheimdienste, bei Messengern wie WhatsApp, iMessage oder Threema mitlesen zu können - trotz der eingesetzten Verschlüsselung.
Infografik: Jeder Zweite telefoniert per WhatsApp und Co.
Der Chef des Schweizer Messengerdienstes Threema versteht auch die Diskussion um die Hintertür oder um einen Generalschlüssel gar nicht. "Diese Forderungen nach einem Generalschlüssel zeugen von der Unbedarftheit der Behörden", so Blatter.
Technisch sei dies gar nicht möglich, da Threema selbst keinen solchen Generalschlüssel hat, den man "herausgebe" könne. Da die Verschlüsselung von den Nutzern vorgenommen werde und nicht durch Threema, schaut das Unternehmen auch nur unbeteiligt zu und hat keinerlei Einflussmöglichkeit auf die Verschlüsselung. "Daher habe der Anbieter auch keine Möglichkeit, die Kommunikation einzusehen, selbst wenn er es wolle", heißt es bei Welt am Sonntag. Aktuell ist von der Politik wenig zu hören, wie es mit der Gesetzesnovelle in Deutschland weitergehen wird.
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Hintertür zu aktuellen Technologien unmöglich
Dieser Vorstoß, die sichere Kommunikation auf Messenger-Plattformen zu untergraben, ist dabei vor allem technisch eine echte Herausforderung. Praktisch gesehen ist eine Hintertür der aktuellen Technologien sogar vollkommen unmöglich, erklärte jetzt der Threema-Chef Martin Blatter in einem Gespräch mit Welt am Sonntag. Laut Welt weist Blatter die Forderung nach einem staatlichen Zugang zu verschlüsselten Inhalten zurück.Der Chef des Schweizer Messengerdienstes Threema versteht auch die Diskussion um die Hintertür oder um einen Generalschlüssel gar nicht. "Diese Forderungen nach einem Generalschlüssel zeugen von der Unbedarftheit der Behörden", so Blatter.
Technisch sei dies gar nicht möglich, da Threema selbst keinen solchen Generalschlüssel hat, den man "herausgebe" könne. Da die Verschlüsselung von den Nutzern vorgenommen werde und nicht durch Threema, schaut das Unternehmen auch nur unbeteiligt zu und hat keinerlei Einflussmöglichkeit auf die Verschlüsselung. "Daher habe der Anbieter auch keine Möglichkeit, die Kommunikation einzusehen, selbst wenn er es wolle", heißt es bei Welt am Sonntag. Aktuell ist von der Politik wenig zu hören, wie es mit der Gesetzesnovelle in Deutschland weitergehen wird.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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