Tankstellen wegen illegaler KI-gesteuerter Preisabsprachen verklagt
Eine neue KI-Software verspricht Tankstellenbetreibern eigentlich die optimale Preisfindung auf dem Markt. Doch laut einer aktuellen Sammelklage in Kalifornien nutzen Konzerne wie BP das System illegal, um Autofahrer gezielt abzuzocken.
Die Kläger argumentieren vor Gericht, dass das Vorgehen direkt gegen das geltende Kartellrecht verstoße. Grundlage der Klage ist ein relativ neues kalifornisches Gesetz, das die Nutzung gemeinsamer Preisalgorithmen durch Wettbewerber strikt verbietet. Die betroffenen Unternehmen sollen eine spezielle Software des Anbieters Kalibrate verwenden. Das Programm verarbeitet laut den Klägern vertrauliche Daten von Konkurrenten in Echtzeit, um Preise automatisch anzugleichen und den freien Wettbewerb zu umgehen.
Laut der vorliegenden Klageschrift betreiben die beschuldigten Firmen zusammen mehr als 1700 Tankstellen in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat. Die Kläger fordern nun einen finanziellen Schadenersatz für alle Autofahrer, die durch das System über einen längeren Zeitraum zu viel für ihren Kraftstoff bezahlt hätten. Neben den eigentlichen Tankstellenbetreibern ist auch das Softwareunternehmen Kalibrate selbst ein offizieller Teil der Klage.
Bislang äußern sich die betroffenen Unternehmen in der Öffentlichkeit kaum zu den schweren Vorwürfen. Walmart gab in einer kurzen Mitteilung lediglich an, die Klage aktuell zu prüfen und entsprechend vor Gericht reagieren zu wollen. Andere beteiligte Konzerne wie BP lehnten Stellungnahmen bisher ab oder ließen entsprechende Anfragen der Presse komplett unbeantwortet.
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Klage wegen KI-Preisen
Eine Gruppe von Autofahrern hat am Montag in Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien, eine weitreichende Sammelklage gegen mehrere große Tankstellenbetreiber eingereicht. Den Unternehmen wird vorgeworfen, eine Software mit künstlicher Intelligenz gezielt einzusetzen, um die Benzinpreise im gesamten Bundesstaat systematisch und unrechtmäßig zu erhöhen. Zu den namentlich genannten Beklagten zählen unter anderem Konzerne wie Walmart, BP und 7-Eleven.Die Kläger argumentieren vor Gericht, dass das Vorgehen direkt gegen das geltende Kartellrecht verstoße. Grundlage der Klage ist ein relativ neues kalifornisches Gesetz, das die Nutzung gemeinsamer Preisalgorithmen durch Wettbewerber strikt verbietet. Die betroffenen Unternehmen sollen eine spezielle Software des Anbieters Kalibrate verwenden. Das Programm verarbeitet laut den Klägern vertrauliche Daten von Konkurrenten in Echtzeit, um Preise automatisch anzugleichen und den freien Wettbewerb zu umgehen.
Hohe Kosten für Autofahrer an Zapfsäulen
Laut Bloomberg führt der Algorithmus zu erheblichen Mehrkosten für die lokalen Verbraucher. In Regionen mit einer hohen Nutzung der Software von Kalibrate seien Aufschläge von bis zu 30 Dollar-Cent (etwa 26 Euro-Cent) pro Gallone Benzin festgestellt worden, heißt es. Jeder zusätzliche Cent koste die kalifornischen Autofahrer laut Schätzungen jährlich etwa 134 Millionen Dollar (etwa 117 Millionen Euro).Laut der vorliegenden Klageschrift betreiben die beschuldigten Firmen zusammen mehr als 1700 Tankstellen in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat. Die Kläger fordern nun einen finanziellen Schadenersatz für alle Autofahrer, die durch das System über einen längeren Zeitraum zu viel für ihren Kraftstoff bezahlt hätten. Neben den eigentlichen Tankstellenbetreibern ist auch das Softwareunternehmen Kalibrate selbst ein offizieller Teil der Klage.
Bislang äußern sich die betroffenen Unternehmen in der Öffentlichkeit kaum zu den schweren Vorwürfen. Walmart gab in einer kurzen Mitteilung lediglich an, die Klage aktuell zu prüfen und entsprechend vor Gericht reagieren zu wollen. Andere beteiligte Konzerne wie BP lehnten Stellungnahmen bisher ab oder ließen entsprechende Anfragen der Presse komplett unbeantwortet.
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Zusammenfassung
- Autofahrer klagen in Kalifornien gegen große Tankstellenbetreiber wegen KI
- Die Konzerne nutzen KI-Software zur systematischen Erhöhung der Spritpreise
- Die Klage wirft den Unternehmen einen klaren Verstoß gegen Kartellrecht vor
- Genutzte Algorithmen von Kalibrate gleichen Preise durch Datentausch ab aus
- Verbraucher leiden unter massiven Aufschlägen von bis zu 30 Cent pro Gallone
- Betroffene Unternehmen prüfen die Vorwürfe oder lehnen Stellungnahmen bisher ab
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