Apple klagt: Recycling beauftragt, Mio. mit Weiterverkauf verdient
Apple hatte eine kanadische Firma eigentlich für das Recycling von iPhones, iPads und Apple Watches beauftragt, drei Mitarbeiter sollen mit den Produkten aber anderes vorgehabt haben: Sie hatten einen illegalen Weiterverkauf gestartet und so Millionen verdient.
Wie Apple in seiner Anklageschrift ausführt, sei man auf den Handel der Geräte aufmerksam geworden, weil sich mindestens 18 Prozent der für die Wiederverwertung vorgesehenen Geräte nachweisbar auch nach "Bearbeitung" durch Geep im aktiven Umlauf befunden hatten. Der entscheidende Hinweis: Ein Abgleich von Seriennummern hatte gezeigt, dass für unzählige iPhones in Netzwerken von Mobilfunkbetreibern nach dem angeblichen Recycling noch Anmeldungen vorlagen. Da auch iPads und Apple Watches ohne Mobilfunkmodem an Geep gingen, ist die genaue Anzahl der weiterverkauften Geräte aktuell noch nicht abschätzbar.
Apple verlangt in der Anklage eine Entschädigung in Höhe von 23 Millionen US-Dollar und fordert außerdem alle aus den illegalen Geschäften erwirtschafteten Umsätze ein, die ebenfalls in die Millionen gehen. Infografik: Millionen Handys landen nicht im Recycling
Statt Wiederverwertung gingen 100.000 Apple-Produkte in den Weiterverkauf
Apple hatte laut einem Bericht von The Logic die kanadische Firma Geep aus Ontario seit 2014 mit dem Recycling von Apple-Produkten beauftragt. Alleine von 2015 bis 2017 sollen dabei 600.000 alte Geräte für die Zerlegung und Rückgewinnung von Rohstoffen an das Unternehmen geliefert worden sein. Wie jetzt aus einer Klage hervorgeht, die Apple schon im Januar eingereicht hatte, sollen über 100.000 dieser Geräte aber nicht recycelt, sondern aus dem Unternehmen als Gebrauchtware weiterverkauft worden sein.Wie Apple in seiner Anklageschrift ausführt, sei man auf den Handel der Geräte aufmerksam geworden, weil sich mindestens 18 Prozent der für die Wiederverwertung vorgesehenen Geräte nachweisbar auch nach "Bearbeitung" durch Geep im aktiven Umlauf befunden hatten. Der entscheidende Hinweis: Ein Abgleich von Seriennummern hatte gezeigt, dass für unzählige iPhones in Netzwerken von Mobilfunkbetreibern nach dem angeblichen Recycling noch Anmeldungen vorlagen. Da auch iPads und Apple Watches ohne Mobilfunkmodem an Geep gingen, ist die genaue Anzahl der weiterverkauften Geräte aktuell noch nicht abschätzbar.
Drei Mitarbeiter im Fokus
Geep hat laut dem Bericht die Anschuldigungen Apples nicht von sich gewiesen, spricht aber nach einer internen Untersuchung davon, dass die Geräte "entwendet" worden seien, ohne dass die Firmenleitung Kenntnis davon hatte. Nach dieser Darstellung waren "drei Angestellte" für den Weiterverkauf verantwortlich. Bei der Summe der weiterverkauften Geräte - immerhin mindestens fast jedes fünfte von Apple für die Wiederverwertung übermittelte iPhone & Co. - wird es interessant sein zu sehen, wie hier der Nachweis der angeblich völlig unentdeckten Nebengeschäfte weniger Mitarbeiter geführt wird.Apple verlangt in der Anklage eine Entschädigung in Höhe von 23 Millionen US-Dollar und fordert außerdem alle aus den illegalen Geschäften erwirtschafteten Umsätze ein, die ebenfalls in die Millionen gehen. Infografik: Millionen Handys landen nicht im Recycling
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