Intels Probleme gefährden das wichtigste Computing-Projekt der USA
Intels Probleme in der Weiterentwicklung der Produktionsanlagen bringen jetzt auch eines der ambitioniertesten Computing-Projekte der USA in Schwierigkeiten. Der Supercomputer Aurora kann wohl nicht im geplanten Zeitrahmen fertiggestellt werden.
Das neue System, das vom US-Energieministerium finanziert wird, soll eigentlich im kommenden Jahr eingerichtet werden. Das Ziel besteht darin, den ersten Exascale-Rechner zu bauen. Aurora soll also in der Lage sein, eine Leistung von einem Exaflops oder mehr zu bringen. Weltweit gibt es ein Rennen darum, diese Marke als erstes zu knacken. Von Supercomputern der neuen Klasse erwartet man sich Möglichkeiten bei der Berechnung verschiedener Probleme, die bisher noch nicht angegangen werden können.
Ursprünglich sollte Aurora mit neuen Versionen der Xeon Phi-Prozessoren gebaut werden, allerdings stellte Intel die Arbeit an dieser Serie vor einiger Zeit schon ein. Als Alternative setzte man seitdem auf die normalen Xeons, die laut Intels damaliger Roadmap zur jetzigen Zeit oder noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen sollten. Die Entwicklung verzögerte sich hier aber bekanntermaßen deutlich - mit Folgen für Aurora, wie aus einem Bericht der New York Times hervorgeht.
Das aber wäre vermutlich noch schlechter für das Vorhaben, als die Verzögerung. Denn Aurora sollte auch unter Beweis stellen, dass man bei der Entwicklung und Umsetzung eines Exascale-Systems nicht von Zulieferern in Asien abhängig ist, sondern alle wichtigen Komponenten in den USA produzieren kann. Für ein auch politisch so wichtiges Prestige-Projekt wäre es daher fatal, wenn Intel nun nach Asien ausweichen müsste.
Aktuell ist noch unklar, welche Folgen die Probleme Intels genau für den Zeitplan zum Bau des Supercomputers haben. Es ist allerdings ziemlich wahrscheinlich, dass die USA es so nicht schafft, als erstes Land in den neuen Bereich vorzustoßen. Denn vor allem auch die Konkurrenten aus China arbeiten seit einigen Jahren mit Hochdruck am Bau eines Exascale-Systems.
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Ursprünglich sollte Aurora mit neuen Versionen der Xeon Phi-Prozessoren gebaut werden, allerdings stellte Intel die Arbeit an dieser Serie vor einiger Zeit schon ein. Als Alternative setzte man seitdem auf die normalen Xeons, die laut Intels damaliger Roadmap zur jetzigen Zeit oder noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen sollten. Die Entwicklung verzögerte sich hier aber bekanntermaßen deutlich - mit Folgen für Aurora, wie aus einem Bericht der New York Times hervorgeht.
Alles ein Jahr später?
Bis zu zwölf Monate Verzögerung kann es inzwischen geben, bis Intel die benötigten Prozessoren liefern kann. Möglicherweise kommen die Prozessoren dann auch nicht wie geplant aus den Intel-Fabriken in Oregon, Arizona und New Mexico, denn der Konzern kündigte bereits an, einen Teil seiner Produkte bei Auftragsherstellern fertigen zu lassen, die bereits über bessere Anlagen verfügen.Das aber wäre vermutlich noch schlechter für das Vorhaben, als die Verzögerung. Denn Aurora sollte auch unter Beweis stellen, dass man bei der Entwicklung und Umsetzung eines Exascale-Systems nicht von Zulieferern in Asien abhängig ist, sondern alle wichtigen Komponenten in den USA produzieren kann. Für ein auch politisch so wichtiges Prestige-Projekt wäre es daher fatal, wenn Intel nun nach Asien ausweichen müsste.
Aktuell ist noch unklar, welche Folgen die Probleme Intels genau für den Zeitplan zum Bau des Supercomputers haben. Es ist allerdings ziemlich wahrscheinlich, dass die USA es so nicht schafft, als erstes Land in den neuen Bereich vorzustoßen. Denn vor allem auch die Konkurrenten aus China arbeiten seit einigen Jahren mit Hochdruck am Bau eines Exascale-Systems.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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