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Microsoft hat marktreifen analogen Licht-Computer entwickelt

Microsoft hat einen Erfolg bei der Entwicklung eines neuartigen Computers vermeldet, der nicht mit Transistoren in Halbleiter-Chips arbeitet, sondern mit Licht, das sich durch mehrere mo­du­la­re Arrays bewegt. Drei Jahre hat die Entwicklung des Sys­tems gedauert.
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Das neue System wird als Analog Iterative Machine (AIM) bezeichnet. AIM arbeitet dabei nicht nur technisch anders, als man es von herkömmlichen Computern gewohnt ist, auch die binären Operationen findet man hier nicht. Stattdessen wird Licht durch mehrere Schichten veränderlicher Materialien - LED-Panels - geleitet, die als "modulare Arrays" agieren.

Für das analoge Rechnen haben die Mitarbeiter bei Microsoft Research in London ausschließlich auf ziemlich alltägliche Bauteile zurückgegriffen. So verbaut man unter anderem MicroLED-Displays und Fotosensoren aus Smartphone-Kameras. Diese können mit dem Informations-Raum fast des gesamten Lichtspektrums arbeiten, was enorme Möglichkeiten bietet. Microsoft AIMSchema der AIM Die AIM ist dabei allerdings nicht dafür gedacht, herkömmliche Rechner zu ersetzen. Denn für die Bewältigung der alltäglichen Aufgaben größter Bandbreite ist solch ein Gerät nicht besonders gut geeignet. Allerdings bietet das analoge Rechnen in bestimmten Gebieten enorme Vorteile, für die Microsoft die ersten Systeme dieser Art nun auch schon an Kunden vermarktet.

Bei einigen Operationen unschlagbar

Analoge Rechner zeigen ihre Stärken beispielsweise bei der Lösung von Optimierungsproblemen. Wenn es beispielsweise darum geht, gigantische Datenmengen mit sich ständig verändernden Informationen nach bestimmten Kriterien zu durchsuchen und auszuwerten, sind klassische Binär-Computer mit exponentiell wachsenden Zahlen an Vektor-Matrix-Multiplikationen konfrontiert, die eine normale CPU schlicht überlasten. Ein analoges System wie die AIM kann hiermit hingegen spielend umgehen.

Ein erster Kunde, der das System einsetzen wird, ist die Finanzgesellschaft Barclays. Diese will die AIM zur Nachverfolgung von massiven Geldtransaktionen bei Aktiengeschäften einsetzen. Insbesondere Clearinghäuser müssen den Überblick darüber behalten, wenn massenhaft Transaktionen stattfinden, bei denen jeder Akteur verschiedenen Beschränkungen wie unterschiedlichen nationalen Vorschriften und verfügbare Guthaben unterliegt. Um dies zu bewältigen, werden ganze Datenzentren beschäftigt. In einem einjährigen Testlauf soll die AIM nun zeigen, wie viel effizienter und günstiger sie dieses Problem erledigen kann.

Zusammenfassung
  • Neuartiger Computer, der mit Licht statt Transistoren arbeitet.
  • System heißt Analog Iterative Machine (AIM).
  • Bauteile wie MicroLED und Sensoren aus Kameras verwendet.
  • AIM ist nicht dafür gedacht, herkömmliche Rechner zu ersetzen.
  • AIM kann Optimierungsprobleme effizienter und günstiger lösen.
  • Barclays will AIM zur Nachverfolgung von Aktiengeschäften einsetzen.
  • Einjähriger Testlauf soll die Effizienz und Kosten von AIM ermitteln.

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