Worst Case nach US-Embargo: Huawei warnt vor Smartphone-Ausstieg

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Der chinesische Smartphone-Gigant Huawei gerät durch das US-Embargo immer stärker unter Druck. Mittlerweile sollen ranghohe Mitarbeiter des Konzerns gegenüber Zulieferern sogar vor dem Worst-Case warnen: Ei­nem Ausstieg aus dem Geschäft mit Smartphones. Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf Gespräche mit Mitarbeitern von diversen Huawei-Zulieferen berichtet, schließt offenbar auch das Management von Huawei einen Ausstieg aus den Smartphone-Markt nicht mehr aus. In Gesprächen mit den Zulieferern hätten Vertreter von Huawei deutlich gemacht, dass man für die Smartphone-Sparte des chinesischen Konzerns derzeit "das Schlimmste befürchtet".

Konkret seien derartige Befürchtungen jüngst gegenüber Kontakten bei Halbleiterherstellern aus Taiwan geäußert worden, weil Firmen aus dem Inselstaat seit Jahren Huawei als enge Partner mit ihren Produkten beliefern. Bei Huawei gehe man davon aus, dass die Smartphone-Sparte nach und nach verschwinden könne, weil die USA ihre Sanktionen immer weiter verschärfen, heißt es.

Sollte Huawei tatsächlich aus dem Smartphone-Markt verschwinden, wären die Auswirkungen für die Zulieferer des Konzerns verheerend. Schließlich war der chinesische Konzern im zweiten Quartal 2020 der weltweit größte Anbieter von Smartphones nach Stückzahlen und ist für viele Zulieferer daher auch ihr wichtigster Kunde.

Partner sollen sich auf das Schlimmste einstellen

Die Chip-Zulieferer von Huawei müssten damit rechnen, dass das US-Handelsverbot gegen Huawei in der zweiten Hälfte 2020 und sogar bis weit ins Jahr 2021 hinein massive Auswirkungen für sie hat, so die in dem Bericht zitierten Quellen. Bei den bisherigen Huawei-Partnern laufen deshalb vielerorts bereits Bemühungen, sich auf die veränderte Situation einzustellen. Dabei geht es vor allem darum, andere Abnehmer für die eigenen Produkte zu finden.

Mit MediaTek hat mittlerweile auch Huaweis "Rettungsanker" im Bereich der Smartphone-CPUs ein Ende der Lieferungen an den Konzern in Aussicht gestellt. Hintergrund ist, dass die Produktion und Entwicklung der Chips nicht ohne die Verwendung von US-Technologien möglich ist. Genau dies ist aber durch die US-Sanktionen mittlerweile untersagt.

Weil Huawei sich derzeit auf das Ende der Lieferungen seiner Partner vorbereitet, steigen unterdessen im Speichermarkt die Preise. So darf der chinesische Konzern nur noch bis zum 15. September mit Produkten beliefert werden, die unter Verwendung von US-Technologie entwickelt oder produziert werden. Dies gilt auch für Flash-Speicher, weshalb Huawei angeblich derzeit im großen Stil einkauft, was im Gegenzug die Tagespreise steigen lässt.

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