178 Terabit pro Sekunde: Neuer Rekord für Internet-Speed aufgestellt
Derzeit ist für die meisten Internet-Nutzer hierzulande "Gigabit" das große Stichwort, wenn es um eine schnelle Internet-Leitung geht. In der Theorie ist aber deutlich mehr möglich, denn Forscher sind längst bei Terabit angekommen und sogar einem Vielfachen davon.
Forscher des University College London (UCL) haben gemeinsam mit KDDI Research und dem Glasfaser-Anbieter Xtera den neuen Rekord in einer Mitteilung bekannt gegeben, dieser steht ab sofort bei 178 Terabit pro Sekunde (Tbit/s).
Der neue Rekord, der in etwa ein Fünftel schneller als der bisherige ist, wurde erzielt, indem man eine deutlich breitere Anzahl an Farben bzw. Wellenlängen verwendet hat - jedenfalls im Vergleich zu dem, was sonst bei Glasfaser-Übertragung üblich ist. Konkret bedeutet das, so die Forscher, dass sie eine Bandbreite von 16,8 Terahertz (THz) verwendet haben. Aktuell üblich sind 4,5 THz, wobei dieser Tage auch erste 9 THz-Systeme auf den Markt kommen.
Die erwähnten 16,8 THz sind natürlich nicht bloß eine simple Einstellungssache. Die Forscher mussten dafür spezielle Verstärkungstechnologien entwickeln und kombinieren. Dazu zählen u. a. neue "Geometric Shaping" (GS)-Konstellationen, die die optimalen Phasen, Helligkeiten und Polarisationseigenschaften des Lichts verwenden und für jede individuelle Wellenlänge anpassen.
(Komplettes) Netflix in weniger als einer Sekunde laden
Das klingt nach viel und ist es natürlich auch, doch die wenigsten werden sich darunter etwas vorstellen können. Die Forscher beschreiben das mit dem folgenden Vergleich: Mit dieser Geschwindigkeit könnte man die gesamte Bibliothek von Netflix in weniger als einer Sekunde herunterladen (via Neowin).Der neue Rekord, der in etwa ein Fünftel schneller als der bisherige ist, wurde erzielt, indem man eine deutlich breitere Anzahl an Farben bzw. Wellenlängen verwendet hat - jedenfalls im Vergleich zu dem, was sonst bei Glasfaser-Übertragung üblich ist. Konkret bedeutet das, so die Forscher, dass sie eine Bandbreite von 16,8 Terahertz (THz) verwendet haben. Aktuell üblich sind 4,5 THz, wobei dieser Tage auch erste 9 THz-Systeme auf den Markt kommen.
Die erwähnten 16,8 THz sind natürlich nicht bloß eine simple Einstellungssache. Die Forscher mussten dafür spezielle Verstärkungstechnologien entwickeln und kombinieren. Dazu zählen u. a. neue "Geometric Shaping" (GS)-Konstellationen, die die optimalen Phasen, Helligkeiten und Polarisationseigenschaften des Lichts verwenden und für jede individuelle Wellenlänge anpassen.
Relativ günstige Lösung
Laut UCL liegt der Vorteil der neuen Technologie darin, dass sie kostensparend in bestehende Infrastruktur umgesetzt werden kann. Das liegt daran, dass man hier "nur" die Verstärker aufrüsten muss (Stückpreis: rund 18.000 Euro), die in Glasfaserleitungen alle 40 bis 100 Kilometer zu finden sind. Das bedeutet allerdings nicht, dass kommerzielle Anwender allzu bald davon profitieren werden - derzeit liegt das Maximum bei 10 Gigabit, die Kunden in Japan buchen können.
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