Jagd nach Trollen und Bots:
Instagram bestätigt Ausweiskontrollen

Bei Instagram heißt es jetzt "Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!". Die Facebook-Tochter startet mit der Überprüfung diverser Konten, die ein nicht authentisches Verhalten aufweisen. Im Speziellen ist man auf der Suche nach Bots und Menschen, die andere irreführen wollen.
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In einem neuen Blog-Beitrag zum Thema "Maßnahmen für Authentizität" bestätigt die Facebook-Tochter Instagram die bereits im Juni durchgesickerte Funktion, zukünftig diverse Konten einer Identitätsüberprüfung zu unterziehen. Somit will das soziale Netzwerk, das unter anderem erst kürzlich mit Reels zum TikTok-Konkurrenten aufgestiegen ist, Beiträge von Bots und Trollen einschränken. "Wir möchten, dass der Content, den du auf Instagram siehst, authentisch ist und von echten Menschen stammt", so die Verantwortlichen.


Wer sich auf Nachfrage nicht verifiziert wird gesperrt

Wird ein Instagram-Profil vom nicht näher beschriebenen Algorithmus als Bot erkannt, muss der Kontoinhaber seine Identität gegenüber der Plattform mit einem offiziellen Dokument bestätigen. Laut einer Support-Webseite können dies unter anderem der amtliche Per­so­nal­aus­weis, ein Reisepass, die Geburtsurkunde oder auch Unterlagen zur Privat- und Au­to­ver­si­che­rung sein. Sollten keine Dokumente mit einem Foto des Kontoinhabers vorhanden sein, können zudem Kontoauszüge, Kreditkarten, Zeitfahrkarten oder der So­zial­ver­si­che­rungs­aus­weis helfen.

Instagram geht bisher von einem nur kleinen Teil der Community aus, die in den Bot- und Trollfilter gelangen werden: "Betroffen sein kön­nen Konten, die durch möglicherweise ko­or­di­nier­tes nicht authentisches Verhalten auffallen oder bei denen wir beobachten, dass die Mehr­heit der Abonnenten sich in einem anderen Land befindet. Das gilt auch, wenn wir auf Hin­wei­se für Automatisierung stoßen, wie etwa bei Bot-Konten. Sollten wir Anzeichen von mög­li­cher­wei­se nicht authentischer Aktivität be­ob­ach­ten, verlangen wir vom Kontoinhaber, seine Identität nachzuweisen."

Die vom Nutzer hochgeladenen Dokumente sollen im Facebook-Konzern angeblich sicher verwahrt und innerhalb von 30 Tagen nach Abschluss der Überprüfung gelöscht werden. Sollte man der Iden­ti­täts­über­prü­fung nicht nachkommen, behält sich Instagram das Recht vor, die Reich­wei­te des Nutzerprofils einzuschränken oder dieses komplett zu deaktivieren.

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