Gegen Troll-Accounts: Instagram könnte bald nach dem Ausweis fragen

Facebook möchte bald auch bei Instagram stärker gegen Troll-Accounts vorgehen. Das Social-Media-Unternehmen könnte in Zukunft den Ausweis des Nutzers anfordern, wenn ein Konto über eine gewisse Reichweite ver­fügt. In der Instagram-App sind bereits Hinweise darauf zu finden. Das hat Alessandro Paluzzi herausgefunden. Sobald ein Instagram-Account eine gewisse Ak­ti­vi­tät erreicht und die Posts von einer ausreichenden Anzahl an anderen Nutzern gesehen wer­den, muss der Nutzer seine Identität bestätigen. Hierzu muss der Klarname angegeben und ein Foto des eigenen Ausweises hochgeladen werden. Darüber hinaus muss der Nutzer ein Selfie-Video übermitteln. Die Angaben werden dann von einem Mitarbeiter überprüft.


Wer der Aufforderung des Dienstes nicht nach­kommt und seine Identität nicht bestätigt, kön­nte schon nach kurzer Zeit gesperrt werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass ein un­be­stä­tig­ter Account, für den eine Verifizierung an­ge­for­dert wird, nach wenigen Wochen eingefroren oder komplett gelöscht wird. Offizielle Angaben gibt es hierzu bislang jedoch nicht.

Dokumente werden wieder gelöscht

Facebook verspricht, dass alle im Rahmen des Verifizierungs-Prozesses eingesendeten Do­ku­men­te vertraulich behandelt und nach 30 Ta­gen wieder von den Servern des Unternehmens gelöscht werden.

Bisher hat Facebook allerdings noch kein Statement zu dem geplanten Feature ver­öf­fent­licht. Daher bleibt zunächst einmal unklar, wann der Social-Media-Konzern mit der Veri­fi­zie­rung von Instagram-Konten beginnen möchte. Die Hinweise in der App lassen darauf schließen, dass die Funktion mo­men­tan getestet wird und die ID-Veri­fi­zie­rung in den kom­men­den Mo­na­ten aktiviert werden dürfte.

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