Erneute Kehrtwende: München setzt zukünftig wieder auf Open Source
Die neue Besetzung des Rathauses in München wird auch eine erneute Kehrtwende in der Digitalisierung mit sich bringen. Während unter der CSU-Regierungsbeteiligung die Rückkehr zu Windows eingeleitet wurde, bekommt Open Source nun wieder Rückenwind.
"Wo immer technisch und finanziell möglich, setzt die Stadt auf offene Standards und freie Open Source-lizenzierte Software und vermeidet damit absehbare Herstellerabhängigkeiten", heißt es im neuen Koalitionsvertrag von SPD und Grünen, die durch die Kommunalwahl im März wieder die Möglichkeit bekommen, gemeinsam die Geschicke der bayerischen Hauptstadt zu lenken.
Der genannte Schwerpunkt soll in die Richtlinien zur Ausschreibung von IT-Aufträgen aufgenommen werden. Grundsätzlich ist es zwar weiterhin möglich, dass man sich bei Anschaffungen für proprietäre Software entscheidet - das muss dann aber jeweils gesondert begründet werden. Erfahrungsgemäß genügt dieser zusätzliche Aufwand bereits, um der gewünschten Richtung den Vorzug zu geben.
Im Zuge dessen wird auch das Programm "Munich Open Source Sabbatical" aufgesetzt. Hier können sich professionelle Entwickler bewerben, die dann über ein Stipendium von der Stadt bezahlt werden. Im Zuge dessen haben sie dann entweder drei oder sechs Monate Zeit, in denen sie sich vollständig der Arbeit an einem Open Source-Projekt widmen können. Die Voraussetzung ist allerdings, dass die dabei entstehende Software auch einen Nutzen für die kommunale Verwaltung haben kann.
Der genannte Schwerpunkt soll in die Richtlinien zur Ausschreibung von IT-Aufträgen aufgenommen werden. Grundsätzlich ist es zwar weiterhin möglich, dass man sich bei Anschaffungen für proprietäre Software entscheidet - das muss dann aber jeweils gesondert begründet werden. Erfahrungsgemäß genügt dieser zusätzliche Aufwand bereits, um der gewünschten Richtung den Vorzug zu geben.
Open Source selbst gemacht
In München will man zukünftig außerdem nach dem Prinzip "public money, public code" agieren. Quellcode, der unter Einsatz von Steuergeldern entwickelt wurde, soll also als Open Source mit freien Lizenzen bereitgestellt werden - zumindest immer dann, wenn keine anderen Interessen wie beispielsweise der Schutz persönlicher Daten davon betroffen sind.Im Zuge dessen wird auch das Programm "Munich Open Source Sabbatical" aufgesetzt. Hier können sich professionelle Entwickler bewerben, die dann über ein Stipendium von der Stadt bezahlt werden. Im Zuge dessen haben sie dann entweder drei oder sechs Monate Zeit, in denen sie sich vollständig der Arbeit an einem Open Source-Projekt widmen können. Die Voraussetzung ist allerdings, dass die dabei entstehende Software auch einen Nutzen für die kommunale Verwaltung haben kann.
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