Städtische WLAN-Netze in Deutschland häufiger als man denkt

Die deutschen Städte bieten ihren Bürgern manchmal mehr Digitalisierung, als allgemein vermutet wird. Insbesondere WLAN-Infrastrukturen sind inzwischen häufig gut ausgebaut. Es gibt aber auch spürbare Schwachstellen in der Entwicklung. Wer im Zentrum seiner Heimatstadt kein öffentliches WLAN vorfindet, gehört bundesweit zu einer Minderheit. Denn laut dem aktuellen Smart City-Index des IT-Branchenverbandes Bitkom stehen solche Infrastrukturen, die kostenlos nutzbar sind, in immerhin 89 Prozent aller Städte mit mehr als hunderttausend Einwohnern zur Verfügung. Jede sechste Stadt (17 Prozent) bieten das Netz dabei auch außerhalb des Zentrums an. Und in 38 Prozent der Großstädte können diese Netze auch umfangreich ohne Daten- und Zeitbegrenzung genutzt werden.

Die Erhebung umfasst dabei allerdings auch weitere Punkte, bei denen die Bürger die Digitalisierung ihrer Stadt direkt erleben können. Das umfasst beispielsweise die Frage, ob man beispielsweise im Bürgeramt Gebühren auch bargeldlos bezahlen kann. EC-Karten können beispielsweise immerhin in 79 Prozent der Verwaltungen genutzt werden, Kreditkarten hingegen nur in 7 Prozent.

Mobile Payment - was ist das?

Noch schlechter wird der Wert allerdings, wenn es um das Mobile-Payment mit dem Smartphone geht. Das ist nur in 4 Prozent der Städte möglich oder die Einführung zumindest in Planung. Diese Methode ist gerade in der aktuellen Zeit eine gute Art des Infektionsschutzes - allerdings war es in der letzten Zeit ohnehin nicht möglich, persönlich das Bürgeramt zu besuchen.

Im Allgemeinen hat man bessere Karten, wenn man als digitalaffiner Mensch in einer größeren Stadt und tendenziell eher im Südwesten des Landes wohnt. Den größten Vorsprung haben bevölkerungsreiche Städte im Bereich Mobilität, bei den Millionenstädten ist es auch der Bereich IT und Kommunikation. In den Kategorien Energie und Umwelt, Verwaltung und Gesellschaft können dagegen auch viele kleinere Städte punkten - es kommt also auch ein wenig darauf an, worauf man am meisten Wert legt.

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