Festplatten: SMR-Technik schleicht sich ein - nicht immer ohne Probleme

Die Hersteller von Festplatten haben in aller Stille begonnen, die Shingled Magnetic Recording (SMR)-Technologie in deutlich mehr Speichermedien als bisher zum Einsatz zu bringen. Das ist für die Nutzer allerdings nicht in allen Fällen von Vorteil. Mit SMR ist es möglich, die Speicherdichte auf den Magnetscheiben weiter zu steigern. Die noch relativ neue Technik wurde bisher vor allem in Festplatten mit sehr hohen Kapazitäten eingesetzt, die für Archiv-Systeme gedacht waren. Inzwischen kommen aber auch immer mehr Modelle für den herkömmlichen Arbeitsalltag auf den Markt, in denen die Technologie zum Einsatz kommt.

Die Festplatten-Hersteller stehen zunehmend unter Druck. Denn die Entwicklung beim NAND-Flash ging zuletzt ziemlich zügig voran und in Verbindung mit der Überproduktionskrise bei Speicherchips kam es dazu, dass SSDs mit Kapazitäten im Terabit-Bereich erschwinglich wurden. Für die Festplatten, die eigentlich ohnehin nur mit ihrer deutlich höheren Kapazität punkten können, besteht also Bedarf, bei der Steigerung des Speicherplatzes schneller voranzukommen - was von SMR gewährleistet wird.

Probleme in bestimmten Konfigurationen

Sowohl Western Digital als auch Seagate haben vor einiger Zeit begonnen, stillschweigend SMR-Medien unter anderem in NAS-Systemen zum Einsatz zu bringen. Dabei wäre es durchaus wünschenswert, wenn die User darüber genauer informiert würden. Denn SMR bringt eben nicht nur höhere Speicherdichten, sondern auch einige Nachteile mit sich, die man beim Kauf genau abwägen sollte.

Hinlänglich bekannt ist eigentlich, dass SMR-Festplatten beim Random-Access auf schwächere Werte kommen. Das führt im Allgemeinen zu geringeren Datendurchsatzraten der Speichermedien. Bei Archiv-Medien ist das eine zu vernachlässigende Folge, bei NAS-Anwendungen kann es hingegen im Alltag spürbar werden. Ein weitaus größeres Problem besteht allerdings darin, dass sich SMR-Medien nicht einfach in alle bestehenden Architekturen eingliedern lassen. So gibt es Berichte von Nutzern, in denen ZFS-Dateisysteme, die über mehrere Festplatten hinweg konfiguriert sind, SMR-Systeme schlicht ignorieren.

Da die Festplatten mit SMR-Technologie somit nicht mehr in einer einzelnen Linie anzutreffen sind, sondern teilweise unter den gleichen Marken unterschiedliche Architekturen auftauchen, sollten Nutzer vor dem Kauf genauer hinschauen. Das gilt insbesondere dann, wenn man Infrastrukturen mit gemischten Modell-Ausstattungen betreiben will.

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