Ausverkauft oder überteuert:
Coronavirus sorgt für Webcam-Engpass

Nicht nur Masken und andere Schutzausrüstung sind während der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Krise extrem teuer geworden. Auf­grund mangelnder Verfügbarkeit sind auch die Preise für Webcams in den letzten Wochen explodiert.
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Logitech
Wohl weil immer mehr Menschen aufgrund der Corona-Krise von zuhause aus arbeiten und dabei mit Hilfe von Videokonferenzen und Videochats mit ihren Kollegen und Vorgesetzten Kontakt halten müssen, sind Webcams aller Art mittlerweile ein gefragtes Gut. Auch im privaten Bereich dürften die Geräte sehr gefragt sein, schließlich wollen die Leute mit ihren Familienmitgliedern und Bekannten in Kontakt bleiben.

Preisverlauf zeigt Wucherpreise

Wer aktuell im Online-Handel nach einer Webcam sucht, die eine zumindest brauchbare Qualität liefert, schaut vielerorts in die Röhre. Laut dem WinFuture Preisvergleich sind beliebte Modelle wie die Logitech HD Pro C920, die Logitech C922 Pro Stream, die Logitech Brio und selbst ältere Modelle wie die Logitech C930e und die Microsoft LifeCam HD-3000 kaum noch zu bekommen. Webcam PreisanstiegVon 50€ auf 105€ in der Spitze: Preisentwicklung der Logitech HD Pro C920 Die Liefertermine sind in vielen Fällen nicht absehbar, teilweise ist auch von einer Verfügbarkeit in einigen Wochen die Rede. In Fällen, wo die Produkte noch vereinzelt verfügbar sein sollen, sind die Preise enorm gestiegen. So kostet etwa die Logitech C920, welche Anfang März noch für gut 50 Euro verkauft wurde, mittlerweile mindestens 100 Euro - ohne dass sie verfügbar ist. Händler, die das Modell angeblich noch liefern können, verlangen ganze 180 Euro.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den anderen Modellen ab, deren Preise sich ebenfalls mindestens verdoppelt, wenn nicht sogar vervielfacht haben. Eines der wenigen tatsächlich verfügbaren Modelle ist die neue Logitech StreamCam, welche zumindest über Saturn noch zu haben ist - aber ohnehin von Haus aus schon eine UVP von stattlichen 159 Euro trägt.

Einer der Gründe für die erhöhte Nachfrage ist neben der zunehmenden Verwendung von PCs im heimischen Umfeld wohl auch der Umstand, dass die meisten Notebooks noch immer mit extrem einfachen integrierten Webcams daherkommen. Neben einer manchmal unsinnigen Platzierung sind dabei vor allem die geringe Auflösung, eine schlechte Optik und oft auch einfach wenig leistungsfähigere Bildsensoren das Hauptproblem.
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