Vier Passagiere fliegen: SpaceX steigt tiefer ins Tourismusgeschäft ein

SpaceX hat wieder einmal einen neuen Geschäftszweig eröffnet. Mit dem Unternehmen, das zuvor schon Reisen zur ISS vermittelt hatte, will man jetzt ein ganz neues Erlebnis bieten: Weltraumreisen mit dem höchsten Orbit, den je eine Mission mit zivilen Astronauten erreicht hat.

Nach dem #dearMoon-Projekt folgt jetzt das nächste Angebot für Touristen

Schon bisher war bekannt, dass SpaceX seine Raketen auch für zahlende Privatkunden anbieten will. 2018 hatte der Konzern verkündet, dass man 2023 mit dem Starship eine Umrundung des Mondes mit privaten Astronauten plant, für die der japanische Milliardär Yusaku Maezawa für einen nicht bekannten Betrag insgesamt 12 Plätze gebucht hat. Die freien Plätze will er im Rahmen des #dearMoon-Projekts an Künstler vergeben. Jetzt hat SpaceX aber neue Absichten in Bezug auf Angebote für zahlungswillige Weltraumtouristen verkündet.

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Wie die Nachrichtenagentur AFP vermeldet, hat SpaceX jüngst einen Kooperationsvertrag mit dem Unternehmen Space Adventures unterzeichnet. Dieses hatte in der Vergangenheit als Vermittler für die acht Weltraumtouristen gedient, die an Bord der russischen Sojus-Raketen zur Internationalen Raumstation geflogen waren - der Millionär Dennis Tito hatte dabei 2001 als Erster für einen Aufenthalt von acht Stunden auf der ISS insgesamt 20 Millionen Dollar bezahlt, Cirque du Soleil-Gründer Guy Laliberte war als bisher letzter Kunde des Unternehmens 2009 in den Weltraum geflogen.

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Laut Agenturmeldung planen SpaceX und Space Adventure bis zu vier zahlende Kunden mit einer Crew Dragon-Kapsel - das für die NASA entwickelte Astronauten-Vehikel - in den Erdorbit zu befördern. Allerdings werden die zahlenden Privat-Astronauten dabei nicht die ISS ansteuern. Ohne genaue Details zu nennen, spricht Space Adventures Präsident Eric Anderson davon, dass es bei dieser Mission möglich sei "die doppelte Höhe aller vorausgegangenen zivilen Astronauten-Mission oder eines Besuchers der Raumstation zu erreichen".

Gegenangebot zu Branson und Besos

Damit positioniert sich SpaceX und sein neuer Partner klar gegen die Angebote, die sowohl Richard Branson mit Virgin Galactic als auch Jeff Bezos mit Blue Origin in naher Zukunft bieten wollen. Beide wollen mit ihrem Unternehmen Touristen ins All befördern, können dabei mit angepeilten Höhen von maximal 100 Kilometern aber gerade so an die Grenze zum Weltraum heranreichen. Allerdings bleibt vorerst noch offen, was SpaceX für sein neues Angebot verlangen will, Virgin Galactic und Blue Origin peilen Ticketpreise von 250.000 beziehungsweise 200.000 Dollar an.


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