Milliarden von Google, Facebook & Co:
Spanien hat jetzt Digitalsteuern
Wie kann man die Gesellschaft an der Wertschöpfung von digitalen Konzernen teilhaben lassen? Spanien antwortet auf diese kontrovers diskutierte Frage mit der Einführung einer Digitalsteuer. Damit ist man nach Frankreich das zweite EU-Land, das sich Milliarden-Einnahmen erhofft.
"Spanien macht sein Steuersystem moderner, es wird gerechter", erklärte die Finanzministerin María Jesús Montero vor Journalisten nach dem Beschluss am Dienstag in Madrid. Wie Montero betont, sei es eine Frage der Gerechtigkeit, dass Unternehmen wie Google auch dort Abgaben zahlen, wo diese durch Nutzer Gewinne erzielen. Die Steuer greift dabei bei Unternehmen, die weltweit Umsätze von mindestens 750 Millionen Euro oder drei Millionen Euro direkt in Spanien erwirtschaften. Sind diese Grenzen überschritten, berechnet der spanische Fiskus künftig drei Prozent der Umsätze durch "Digitaldienste".
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Linke Regierungskoalition stimmt für die Digitalsteuer
In Spanien ist aktuell eine Regierungskoalition an der Macht, die sich aus dem linken politischen Lager zusammensetzt. Jetzt haben die Koalitionspartner beschlossen, eine Steuer für digitale Unternehmen einzuführen - die Digitalsteuer. Wie heise in seinem Bericht schreibt, verfolgt man mit der Einführung der Abgabe die Absicht, von großen Konzernen wie Google, Facebook oder Amazon jährlich einen Milliardenbetrag einziehen zu können - Spanien folgt damit dem Vorstoß Frankreichs, dass schon im Sommer 2019 eine entsprechende Steuer für große digitale Unternehmen eingeführt hatte."Spanien macht sein Steuersystem moderner, es wird gerechter", erklärte die Finanzministerin María Jesús Montero vor Journalisten nach dem Beschluss am Dienstag in Madrid. Wie Montero betont, sei es eine Frage der Gerechtigkeit, dass Unternehmen wie Google auch dort Abgaben zahlen, wo diese durch Nutzer Gewinne erzielen. Die Steuer greift dabei bei Unternehmen, die weltweit Umsätze von mindestens 750 Millionen Euro oder drei Millionen Euro direkt in Spanien erwirtschaften. Sind diese Grenzen überschritten, berechnet der spanische Fiskus künftig drei Prozent der Umsätze durch "Digitaldienste".
Vorerst keine Vorauszahlung
Die Regierung in Madrid gesteht den betroffenen Unternehmen dabei aber zum Start der Steuer sozusagen eine Schonfrist zu - ähnlich war auch die Regierung in Paris verfahren. Statt die üblichen Steuervorauszahlungen sofort zu verlangen, werden diese erst zum Anfang des nächsten Jahres fällig. Man darf gespannt sein, wie die USA auf die Einführung regieren - sie sehen in der Digitalsteuer eine Benachteiligung der amerikanischen Unternehmen und haben deshalb schon einen Handelskonflikt mit Frankreich angedroht.Download ElsterFormular - Programm zur elektronischen Steuererklärung
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