Facebook schließt seine Steuervermeidungs-Gesellschaft in Irland
Facebook wird seine wichtigste Steuervermeidungs-Gesellschaft jetzt abwickeln. Über die in Irland ansässige Holding hatte das Unternehmen die meisten Gelder geleitet, um sie am Fiskus verschiedener Länder vorbeizuleiten.
Wie die britische Tageszeitung The Guardian berichtet, ist die Schließung der Tochtergesellschaft Facebook International Holdings I Unlimited Company beschlossene Sache. Demnach soll die Firma stillgelegt und die bei ihr gelagerten ideellen Eigentumsrechte an den Mutterkonzern in den USA transferiert werden. Damit reagiert das Unternehmen auf den zunehmenden Druck, der im Steuerbereich von verschiedenen Seiten ausgeübt wird.
Der Steuertrick, der über die Gesellschaft ausgeübt wurde, funktionierte im Grunde ziemlich einfach. Bei der irischen Firma waren verschiedene Rechte an geistigem Eigentum angesiedelt. Die verschiedenen Landesniederlassungen des Konzerns lizenzierten diese von der Holding und zahlten entsprechende Lizenzgebühren. Dadurch konnten diese Zahlungen in Ländern mit hohen Steuern auf den Gewinn als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.
Die US-Steuerbehörden haben vor einiger Zeit Klage gegen Facebook eingereicht und wollen klären lassen, ob die scheinbar rechtmäßige Methode nicht letztlich doch eine illegale Steuervermeidungspraxis darstellt. Darüber hinaus stehen Gesetzesänderungen in verschiedenen Staaten an, die solche Methoden erschweren sollen. Dies dürften die Hintergründe dafür sein, dass Facebook die Gesellschaft schließen wird.
Der Steuertrick, der über die Gesellschaft ausgeübt wurde, funktionierte im Grunde ziemlich einfach. Bei der irischen Firma waren verschiedene Rechte an geistigem Eigentum angesiedelt. Die verschiedenen Landesniederlassungen des Konzerns lizenzierten diese von der Holding und zahlten entsprechende Lizenzgebühren. Dadurch konnten diese Zahlungen in Ländern mit hohen Steuern auf den Gewinn als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.
Auffangbecken für Gewinne
Die Bilanzen der Landesniederlassungen liefen dann im Grunde darauf hinaus, dass nur minimale Gewinne erwirtschaftet wurden - wenn überhaupt. Profite machte hingegen die irische Holding, die darauf kaum Steuern zahlen musste. Die internen Geldflüsse für die Lizenzgebühren erreichten dabei enorme Ausmaße. Im Jahr 2018 entfielen von 56 Milliarden Dollar Konzernumsatz so ganze 30 Milliarden Dollar nur auf die irische Gesellschaft. Aus diesen fielen 15 Milliarden Dollar Gewinn heraus, für die gerade einmal 101 Millionen Dollar Steuern entrichtet wurden.Die US-Steuerbehörden haben vor einiger Zeit Klage gegen Facebook eingereicht und wollen klären lassen, ob die scheinbar rechtmäßige Methode nicht letztlich doch eine illegale Steuervermeidungspraxis darstellt. Darüber hinaus stehen Gesetzesänderungen in verschiedenen Staaten an, die solche Methoden erschweren sollen. Dies dürften die Hintergründe dafür sein, dass Facebook die Gesellschaft schließen wird.
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