Unitymedia-Ende: Klage vor der EU dämpft die Feierlaune bei Vodafone
Während man in der Düsseldorfer Vodafone-Zentrale noch den gerade erfolgten Abschluss der Fusion mit Unitymedia feiert, faxt man im nahe gelegenen Köln bei Netcologne gerade die Klageschriften ans Gericht und wirft den Fast-Nachbarn Wettbewerbsverzerrung vor.
Denn aus Sicht des Kölner Lokalanbieters ist man nun neben der Deutschen Telekom mit einem zweiten Konkurrenten konfrontiert, der deutschlandweit ein komplettes Rundum-Paket bereitstellen kann. Als kleiner, regionaler Anbieter habe man gegen ein solches Duopol im Grunde keine Chance, wodurch der freie Wettbewerb massiv eingeschränkt werde.
"Fairer Wettbewerb war bislang der Garant für Innovation, verbraucherfreundliche Preise und den schnellen Glasfaserausbau", erklärte Timo von Lepel, Chef von Netcologne, in einer Stellungnahme seines Unternehmens. All dies werde es perspektivisch nicht mehr in der gewohnten Form geben, wenn die beiden großen Konkurrenten mit Bündel-Angeboten den Markt weitgehend unter sich aufteilen und die kleineren Provider unter die Räder kommen.
Vodafone hatte erklärt, dass sich für die Kunden Unitymedias durch die Übernahme nichts zum negativen verändern solle. Vielmehr soll es positive Effekte für alle geben - was man anlässlich des heutigen endgültigen Zusammenschlusses, durch den die Marke Unitymedia verschwindet, mit einem neuen Internet-Tarif unterstrich.
Siehe auch: Das Aus von Unitymedia: Vodafone stampft die bekannte Marke ein
"Fairer Wettbewerb war bislang der Garant für Innovation, verbraucherfreundliche Preise und den schnellen Glasfaserausbau", erklärte Timo von Lepel, Chef von Netcologne, in einer Stellungnahme seines Unternehmens. All dies werde es perspektivisch nicht mehr in der gewohnten Form geben, wenn die beiden großen Konkurrenten mit Bündel-Angeboten den Markt weitgehend unter sich aufteilen und die kleineren Provider unter die Räder kommen.
Preiskampf geht direkt los
Unitymedia war der letzte verbleibende Betreiber eines Kabelnetzes neben Vodafone. Durch die Übernahme kann die hiesige Niederlassung des britischen Telekommunikationskonzern bundesweit stationäre Telekommunikations-Anbindungen, Fernsehen und Mobilfunk aus einer Hand anbieten. In den Anträgen zur Genehmigung des Zusammenschlusses war stets davon die Rede, dass so zumindest ein Unternehmen entsteht, das es in diesem Umfang mit der Telekom aufnehmen kann. Und das überzeugte die zuständigen Behörden stärker als der Einwand der kleineren Anbieter, die nun schlicht Angst davor haben, überrollt zu werden.Vodafone hatte erklärt, dass sich für die Kunden Unitymedias durch die Übernahme nichts zum negativen verändern solle. Vielmehr soll es positive Effekte für alle geben - was man anlässlich des heutigen endgültigen Zusammenschlusses, durch den die Marke Unitymedia verschwindet, mit einem neuen Internet-Tarif unterstrich.
Siehe auch: Das Aus von Unitymedia: Vodafone stampft die bekannte Marke ein
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