Auf Kollisionskurs: Heute Nacht könnte es im Erdorbit richtig krachen

Weltraum, Satellit, Kollision, Vorhersage, LeoLabs Bildquelle: LeoLabs
Die Probleme mit Weltraummüll in der Erdumlaufbahn werden konkreter. In der Nacht zum Donnerstag sind die Augen von Beobachtern auf den Himmel über den USA gerichtet. Zwei inaktive Satelliten werden sich im Orbit so nahe kommen, dass eine Kollision nicht ausgeschlossen ist.

Zwei ausgediente Satelliten kommen sich im Orbit viel zu nahe

Seit langer Zeit gibt es Diskussionen darüber, wie es vermieden werden kann, dass der Erd­or­bit unkontrolliert durch die Raumfahrt mit Überbleibseln ihrer Missionen zugemüllt wird. Da­bei sind es unter anderem ausgediente Satelliten, die ohne gezielten Eingriff teilweise Jahr­tau­sen­de in ihrer Umlaufbahn verharren. Zwei solche Objekte verleiten jetzt die Experten von LeoLabs dazu, Alarm zu schlagen - das Unternehmen ist darauf spezialisiert, Gegenstände im Erdorbit zu überwachen. In der Nacht zum Donnerstag kommen sich demnach zwei seit Jahr­zehn­ten ausgediente Satelliten im Erdorbit so nahe, dass eine Kollision nicht aus­ge­schlos­sen werden kann.

Wie LeoLabs über den offiziellen Twitter-Kanal mitteilt, handelt es sich bei einem der Satelliten um ein Projekt namens IRAS. Das Weltraumteleskop war 1983 in seinen Orbit geschossen worden­ und hatte nach rund 11 Monaten seinen Dienst beendet, nachdem die Flüssig-He­li­um-Re­ser­ven zur Kühlung aufgebraucht waren. Bei dem zweiten Objekt handelt es sich um den experimentellen US-Satelliten GGSE-4 alias POPPY 5B, der bereits 1967 ins All ge­schos­sen wurde und bis 1972 in Betrieb war.

"Am 29. Januar um 23:39:35 UTC (00:39 deu­tscher Zeit) werden diese beiden Objekte mit einer relativen Geschwindigkeit von 14,7 km/s 900 km direkt über Pittsburgh, PA nahe an­ei­nan­der vorbeifliegen. Unsere neu­es­ten Mess­da­ten zu diesem Ereignis zeigen eine vo­raus­sicht­li­che Entfernung zwischen 15 und 30 Metern", so die Einschätzung von LeoLabs. Wie die Ex­per­ten ausführen, sind diese Zahlen vor allem we­gen der Größe der beiden Satelli­ten "alar­mie­rend". Die Wahrscheinlichkeit einer Kol­li­sion sei durch die Ausmaße der Objekte er­höht und liege bei 1 zu 100.

Warnhinweis für Nachhaltigkeit

Wie LeoLabs schreibt, sieht man in dem Ereignis einen deutlichen Warnhinweis darauf, dass für eine nachhaltige Nutzung des Weltraums ausgediente Satelliten "verantwortungsvoll und zeitnah" gezielt zum Absturz gebracht werden sollten. Die beiden Satelliten IRAS und POPPY könne man nun aber nur weiter überwachen. Sollten die beiden Objekte kollidieren, ist zu erwarten, dass die Trümmer in verschiedenen Orbits zur Gefahr für andere Objekte wer­den könnten.

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